Harburg – Vor einer Woche war die Kasernenstraße plötzlich Einbahnstraße, heute ist der Abschnitt zwischen Bennigsenstraße und

Schwarzenbergstraße sogar voll gesperrt. Dort soll ein großer Baukran aufgestellt werden, denn der Bau des Zentrums für Studium und Promotion (ZSP) beginnt in diesen Tagen. Endlich! Denn eigentlich sollte das Gebäude schon stehen, es gab aber immer wieder Unstimmigkeiten bei der Finanzierung.

Die Hauptinitiative für den Neubau war von Studierenden der Technischen Universität (TUHH) ausgegangen. Sie hatten die inzwischen abgerissene Holzbaracke für Arbeitsgemeinschaften und gelegentlich auch für Parties genutzt. Jetzt beteiligen sie sich über die früher erhobenen Studiengebühren mit 2,4 Millionen Euro an den Baukosten von insgesamt 7,3 Millionen Euro. Realisiert wird das ZSP durch die Sprinkenhof GmbH.

Wenn das Zentrum fertig ist, soll es die Arbeitsmöglichkeiten für die Studierenden „weiter optimieren“ und die Bedingungen für die Promotionsförderung verbesseren. Außerdem soll es das gastronomische Angebot an der TUHH erweitern.

Neben der alten Backstein-Kaserne (Baujahr 1871), die vor nicht einmal zehn Jahren zum TUHH-Hauptgebäude wurde, wird das ZSP ein architektonischer Hingucker. Das Hamburger Architektenbüro DFZ schwärmt über seinen Entwurf: „Die spielerische Anordnung von raumhohen Verglasungselementen und geschlossenen Fassadenflächen erzielt ein vertikal ausgerichtetes, klaviaturartiges Erscheinungsbild. Die geschlossenen Flächen bestehen aus unterschiedlich breiten Metallpaneelen, die sich an den Erweiterungsbauten des Hauptgebäudes anlehnen. Das Material hebt sich bewusst von den bestehenden Backsteingebäuden ab, orientiert sich jedoch farblich an der durch Backstein geprägten Umgebung und schafft so ein harmonisches
Gesamtensemble.“ ag