Harburg - Bewegende Momente am Sonntag Morgen in der Harburger City: Der Kölner Künstler Gunter Demnig war zu Gast, um

acht weitere Stolpersteine für Opfer des Nationalsozialismus zu verlegen. Mehr als 230 Stolpersteine hat er in Harburg bereits verlegt.

Klaus Möller von der Initiative Gedenken in Harburg hat auch den 17. Besuch Demnigs in Harburg initiiert und zieht ein positives Fazit: "Eindrucksvoll war die Zahl der Anwesenden, die sich vor dem Haupteingang zur Goethe-Schule-Harburg in der Eißendorfer Straße 26 eingefunden hatten, um der Installation des Stolpersteins für Hella Beer (kleines Foto) beizuwohnen", sagte Möller gegenüber harburg-aktuell und fügte hinzu: "Sie besuchte in den 1930er-Jahren die Harburger Mittelschule für Mädchen, die sich damals an diesem Standort befand, und wurde 1943 in Auschwitz ermordet."

Um bei der Verlegung der Stolpersteine für Ester und Moszek Sroka, dabei zu sein, kamen Rick Danguilan und seine Frau Caroline aus Berlin (kleines Foto) nach Harburg. Demnig verlegte in der Wilstorfer Straße 76 die beiden Stolpersteine für ihre von den Nationalsozialisten ermordeten Familienangehörigen Ester und Moszek Sroka.

An den anderen sechs neuen Gedenkorten für Harburger Opfer des Nationalsozialismus waren ebenfalls zahlreiche Jugendliche und Erwachsene erschienen, die die Verlegung "ihres" Stolpersteins nicht versäumen wollten. Stolperstein-Paten ermöglichen mit einer Spende von 120 Euro die Verlegung der Mini-Denkmale.  (cb)