Harburg - Die Bombenentschärfung in Heimfeld bescherte vielen Harburger Gastronomen einen bombigen Umsatz. Der

Grund: Rund 7000 Menschen mussten in Heimfeld am Mittwoch ihre Wohnungen und Häuser verlassen - und die mussten ja irgendwo hingehen.

Wer nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen konnte, hatte die Möglichkeit in eine der beiden Notunterkünfte zu kommen. In zwei Schulen, in der Stadtteilschule Ehestorfer Weg und im Heisenberg Gymnasium, richtete das Harburger Rote Kreuz Notunterkünfte für 1000 Personen ein.

Eine willkommene Alternative während der Entschärfung der Bombe war der Besuch einer Kneipe oder eines Restaurants außerhalb des Radius von etwa 500 Metern um den Fundort der Bombe. Und die war heiß begehrt: Für einen Mittwochabend war die Gastronomie in Harburg außergewöhnlich gut gefüllt.

Egal, ob Silo im Binnenhafen, Southside (kleines Foto) in der City oder das Privathotel Lindtner in Heimfeld: Die Tische waren gut gefüllt und die Kellner hatten viel zu tun. "Auch bei uns war es während der Entschärfung voller als an einem normalen Mittwoch. Einige Gäste erzählten uns auch, das sie wegen der Entschärfung ihre Wohnungen verlassen mussten, und deswegen zu uns zum Currywurst-Essen gekommen sind", sagt Helene von der Bruzzelhütte.

Von dem Ansturm am bombigen Mittwoch wurden auch die Mitarbeiter im Grauen Esel (kleines Foto), im Silo 16 und sogar in Marias Ballroom im Phoenix-Viertel regelrecht überrascht. Sehr voll war es auch in den Schnellrestaurants in Harburg, wie etwa an der Winsener Straße: Vor allem Familien mit Kindern verbrachten die Zeit bei Hamburger, Pommes & Co. - wohl auch deswegen weil es dort auch Spielmöglichkeiten gibt und die Fernseher laufen.  (cb)