Harburg - Seit mehr als 20 Jahren ist Klaus Möller von der Initiative Gedenken in Harburg unermüdlich im Einsatz gegen

das Vergessen der Nazi-Verbrechen. Jetzt wurde dem 83-jährigen Harburger eine ganz besondere Ehre zuteil: Er erhielt im Hamburger Rathaus das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Am vergangenen Donnerstag wurde dem Studiendirektor im Ruhestand die von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterschriebene Urkunde von Schulsenator Thies Rabe überreicht.

Klaus Möller engagiert sich seit vielen Jahren vielfältig und herausragend für die Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus. Seit 1999 ist er Mitglied der Initiative Gedenken in Harburg, die er von 2008 bis 2016 auch als Sprecher in der Öffentlichkeit vertrat. Die Initiative richtet jedes Jahr die Harburger Gedenktage, um an die Schrecken der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 zu erinnern, heißt es in der Begründung.

Und weiter: Die Initiative Gedenken in Harburg hat zudem dafür gesorgt, dass im Bezirk Harburg in den vergangenen Jahren 231 Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig gegen das Vergessen verlegt und die Lebensgeschichten dieser Menschen, denen die Nationalsozialisten Freiheit und Leben nahmen, erforscht wurden.

Vor allem der Austausch von jungen Menschen mit Zeitzeugen ist Klaus Möller ein großes Anliegen. Aus diesen Begegnungen sind zehn Projektarbeiten und Dokumentationen von Mädchen und Jungen entstanden, die große Beachtung fanden. Neun dieser Arbeiten wurden mit dem Bertini-Preis ausgezeichnet.  (cb)