Moorburg – Jetzt geht der Protest erst richtig los. Rund 120 Moorburger und Vertreter von Moorburger Vereinen und Institutionen – von der

Freiwilligen Feuerwehr bis zum Runden Tisch – haben sich am Sonntagmittag  an der Autobahnbrücke über den Moorburger Elbdeich versammelt, um gegen die geplante Vollsperrung der für sie so wichtigen Verkehrsader zu protestieren. Dabei haben sie die Straße – allerdings nur zur Hälfte – gesperrt und mit einem Maßband nachgewiesen, dass eine Vollsperrung nicht notwendig ist. Die Realisierungsgesellschaft ReGe, die im Auftrag der Hafenverwaltung HPA die südliche Straßenanbindung für den Containerterminal Altenwerder bauen will, besteht aber auf einer Vollsperrung. Und will das auch schon am 10. April umsetzen.

Die Moorburger ärgern sich unter anderem auch darüber, dass HPA in der Antwort auf eine Kleine Anfrage des FDP-Bürgerschaftsabgeordneten Dr. Kurt Duwe falsche Angaben gemacht hat. So werde behauptet, ohne Vollsperrung müssten für die Verkehrsführung private Flächen südlich des Moorburger Elbdeichs in Anspruch genommen werden. „Das stimmt nicht“, sagt Stephan Zins vom Runden Tisch Moorburg/Hohenwisch. Die Flächen seien alle in öffentlicher Hand.
Anwohner Dr. Manfred Brandt: „Der Erste Bürgermeister kann gar nicht so viel Transparenz und Bürgernähe aufbauen wie die Wirtschaftsbehörde und HPA mit dem Hintern einreißen.“ ag