Harburg – Das darf nicht wahr sein: Nach Informationen von harburg-aktuell soll der niederländische Eigentümer des am Kanalplatz liegende

Wohnschiff "Transit“ bei der Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) angefragt haben, ob das Wohnschiff auch nach Ablauf des Mietvertrags am 31. Dezember 2019 an seinem jetzigen Liegeplatz im Harburger Binnenhafen verbleiben darf. Angeblich hat der Eigentümer noch keine Anschluss-Verwendung für das antriebslose Schiff.

HPA konnte noch nicht gefragt werden, dafür hat Harburgs Baudezernent Jörg Penner die Information gestern Abend in der Begleitgruppe Binnenhafen bestätigt: „Es gibt offenbar interessierte Kreise, die den Aufenthalt der Transit in Harburg verlängern wollen.  Wir wollen das verhindern und sind gewappnet.“ Auf jeden Fall dürfe es keinen zweiten Fall „Gloria D“ geben. Das ehemalige Bäderschiff lag seit Juli 2004 acht Jahre lang an verschiedenen Liegeplätzen im Binnenhafen. Die Eigentumsverhältnisse waren lange Zeit völlig unklar. Wenn das Bezirksamt den Schrottdampfer hätte entfernen lassen, wäre es womöglich auf den Kosten sitzen geblieben.

Bei der „Transit“ dürfte der Eigentümer bekannt sein. Die Stadt Hamburg überweist ihm monatlich 122.670 Euro Miete – und das über fünf Jahre. Die „Transit“ war Ende 2014 gemietet worden, als Hamburg besonders viele Flüchtlinge aufnehmen musste. Das Schiff konnte 216 Menschen beherbergen, maximal war es aber nur mit 200 belegt. Zuletzt waren auch Wohnungslose auf der „Transit“ untergekommen.

Werner Pfeifer, Eigner der Fischhalle und Nachbar der „Transit“: „Wir hatten nie ein Problem mit den Flüchtlingen, wohl aber mit dem Schiff.“ ag