Neugraben - Durch den extrem trockenen Sommer 2018 und den bisher noch sehr regenarmen Winter, sind viele Teiche, die

den Erdkröten und Grasfröschen als Laichgewässer dienen, fast ausgetrocknet. Besonders schlimm war die Situation in den Regenrückhaltebecken an der Straßenkehre Waldfrieden in Neugraben.

Unter dem Motto "Wasser marsch für die neue Krötengeneration" wurden dort jetzt die NABU Gruppe-Süd, die freiwillige Feuerwehr Neugraben und die Umweltbehörde aktiv: Es wurde Wasser in die Regenrückhaltebecken an der Straßenkehre Waldfrieden gefüllt. Damit wurde der Wasserstand in einem der Teiche so angehoben, dass die Erdkröten und Grasfrösche zur Laichablage ausreichend Wasser vorfinden, damit sich Kaulquappen und Jungtiere entwickeln können.

Von Seiten der freiwilligen Feuerwehr Neugraben wurde der NABU-Gruppe-Süd ein Standrohr und eine Schlauchstrecke aufgebaut, damit Wasser in das mittlere der Regenrückhaltebecken geleitet werden konnte. Innerhalb von sieben Stunden konnte der Wasserstand so auf ein Mindestmaß angehoben werden.

Die NABU Gruppe-Süd und die Umweltbehörde hoffen, dass mit dieser Maßnahme der weitere Rückgang der Erdkröten- und Grasfroschpopulation verhindert werden kann. Bereits seit vielen Jahren betreut die NABU Gruppe-Süd einen „Krötenzaun“ an der Straßenkehre, um die Tierverluste durch den Autoverkehr zu verringern.

Den Sommer und den Winter haben viele der Erdkröten und Grasfrösche ihren Lebensraum auf dem Heidefriedhof. Mit Beginn des Frühjahrs verlassen sie ihre Winterverstecke und wandern zu dem Teich, in dem sie selbst geschlüpft sind.

Wer Interesse an weiteren Informationen hat oder sich in der NABU Gruppe engagieren möchte kann unter der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 040/ 796 57 86 Kontakt aufnehmen. (cb)

Durch den trockenen Sommer sind viele Regenbecken wie ausgetrocknet. Foto: Thomas Maack / NABU