Harburg - Die Planung steht. Im April werden der Marktplatz am Sand und die angrenzenden Straßen neu gestaltet.

4,2 Millionen Euro werden investiert. Die Fläche bekommt unter anderem ein einheitliches Pflaster aus Klinker. Angrenzende Grundeigentümer stecken noch einmal rund 600.000 Euro via BID-Sand in die Ausstattung mit Bänken oder anderen Dingen, die die Aufenthaltsqualität steigern sollen.

Für den Einzelhandel wird die Umbauphase eine harte Zeit. Nicht nur die Parkplätze auf dem Sand außerhalb der Marktzeiten, auch viele Parkplätze an den Straßen fallen in der Zeit weg. Dazu machen gleich drei Läden am Sand zu. Blumen Eicks schließt Ende März. Die Betreiber geben rein private Gründen an. Sie übernehmen einen Blumenladen in Buxtehude, wo sie wohnen. Der Genussladen Sohl schließt ebenfalls im März und auch eine der Bäckereien wird den Standort aufgeben. Beim Genussladen Sohl spielte die Umbauphase mit eine Rolle bei der Schließung.

Im April soll mit der Umgestaltung des Bereichs, der in mehreren Phasen stattfindet, begonnen werden. Zunächst wird die Marktfläche selbst neu gestaltet. Die Arbeiten sollen bis Oktober dauern.

Im Juli wird die Stichstraße, die in dem Wendekreisel endet, umgebaut. Diese Arbeiten sollen ebenfalls bis Oktober dauern. Dort sind auch die drei Läden Anlieger, die bald schließen.

Anschließend werden die Hölertwiete, Bauzeit drei Monate, sowie der Bereich um das Schillerdenkmal und die Nordseite vom Sand umgestaltet. Die Bauzeit für die beiden letzten Bereiche wird mit jeweils zwei Monaten veranschlagt. Genaue Termine gibt es dafür noch nicht. Gerrald Boekhoff, Leiter des Fachamtes Management öffentlicher Raum, verwies auf zu viele "Unbekannte", wie Witterung oder Bauverlauf, die eine seriöse Zeitangabe bislang nicht zuließen.

In die Bauzeit dürfte auch der Abriss und Beginn des Neubaus im Bereich der ehemaligen Blumenmarktfläche und des Gebäude, in dem das "Southside" ist, fallen. Auch damit ist der zeitweise Wegfall von Parkflächen im Bereich Neue Straße verbunden. Boekhoff hofft, dass Kunden, die mit dem Auto zum Einkaufen in diesen Bereich kommen, die Parkhäuser nutzen, die noch reichlich Kapazitäten hätten. Der Beginn der Arbeiten für dieses Projekt soll vermutlich Ende September starten.

Nach der Fertigstellung des Marktplatzes wird Harburg über einen deutlich aufgewerteten Bereich verfügen. Die Fläche wird wieder als Parkmöglichkeit außerhalb der Marktzeiten bereitgestellt werden. Insgesamt werden durch die Umbaumaßnahmen aber ein halbes Dutzend Parkplätze im Bereich Sand wegfallen. Die Stichstraße in Richtung Fußgängertunnel, der zum Rathausplatz führt, wird nur noch für Anlieger, beispielsweise Nutzer der angrenzenden Garagen, zur Verfügung stehen und durch versenkbare Poller abgegrenzt sein.

Der Wochenmarkt, der an sechs Tagen die Woche stattfindet, wird in der Zeit der Arbeiten auf den Rathausplatz verlegt. Die Harburger Schützengilde, die in den vergangenen Jahren dort im Juni ihr Vogelschießen feierte, wird in diesem Jahr auf den Schwarzenberg ziehen, dort wo vorher seit Jahrzehnten das Vogelschießen gefeiert wurde. Im kommenden Jahr wird die Gilde wieder den Rathausplatz nutzen. zv