Kuhtrift - der Kahlschlag hat heute früh begonnen

Heimfeld – Der Sturm hat sich verzogen, jetzt können die Waldarbeiter anfangen: Im Forst rund um die Kuhtrift werden seit gestern die ersten 25 Bäume gefällt. Insgesamt

sollen in den kommenden Monaten 600 „entnommen“ werden. Was sich wie ein Kahlschlag anhört, ist bei einem Gesamtbestand von rund 15.000 Bäumen im Privatforst der ImmoForst OHG eine normale forstwirtschaftliche Bestandspflege. Die Bäume, die jetzt fallen, sind zum Teil schon mehr als 120 Jahre alt.

Vorausgegangen war ein jahreslanges Hickhack zwischen Heinrich Schabert von der Immoforst OHG und Hamburger Behörden. Schabert  wollte den 47 Hektar großen Forst zunächst schonen und stattdessen einen einzigartigen behindertengerechten  Kletterpark einrichten. Das passte aber letztlich dem neuen Leiter des Amts für Naturschutz in der Umweltbehörde, Bernd-Ulrich Netz, nicht. Auch die SPD machte gegen den Waldbesitzer mobil. Netz, so hieß es, beendete ein Gespräch mit Vertretern mehrerer Fachbehörden, dem Bezirksamt und der ImmoForst OHG nach wenigen Minuten und legte ein kategorisches Veto gegen den Kletterpark ein. Stattdessen empfahl er Schabert, Forstwirtschaft zu betreiben und die Bäume zu vermarkten. Das geschieht jetzt. ag