Harburg –  Die Veloroute 11, die die Hamburger Innenstadt mit der Technischen Universität in Harburg und der Asklepios-Klinik Harburg verbinden soll, wird

fast doppelt so teuer wie ursprünglich geplant.  Die neue Senatsdrucksache 21/15693 über „kostenstabiles Bauen“ nennt sogar konkrete Zahlen. Demnach wird das Prestigeprojekt grüner Verkehrspolitik statt zunächst veranschlagter 16,3 Millionen Euro nun wohl 31,8 Millionen Euro kosten. Das wäre eine Steigerung um rund 95 Prozent. Allerdings: Die Kosten könnten noch weiter steigen. Die Senatsdrucksache bezieht sich auf den Stand der Kostenermittlung bis zum 30. September 2018.

Grund für die dramatische Kostensteigerung sollen unter anderem ein neues Oberflächenwasserreinigungskonzept der Umweltbehörde sowie umfangreiche Untersuchungen des Baugrunds sein. Offenbar müssen viel mehr Fahrbahnbereiche grundinstandgesetzt werden als zunächst angenommen. Weitere Zusatzkosten werden durch Verkehrslenkungen während der Bauzeiten entstehen. Gerade in der Harburger Innenstadt soll erheblicher Aufwand betrieben werden, um den Fahrradverkehr von den Fußgängerbereichen zu trennen und auf die Fahrbahn zu verlegen. Besonders heikel dürfte der Bereich Harburger Ring werden, in dem mehrere hundert Meter lange Bushaltstellen umfahren werden sollen.

Einen kleinen Trost bietet dagegen die Kostenprognose für den Neubau der Brücke Hannoversche Straße. Er soll mit 11,5 Millionen Euro rund 300.000 Euro billiger werden als zunächst angenommen. Die Brücke soll im Mai für den Verkehr freigegeben werden. Direkt anschließend soll mit dem Bau der Veloroute 11 begonnen werden. Sie soll im Dezember 2021 fertig sein. ag