Neugraben - Jetzt ist es besiegelt. Die Katholische Schule Neugraben wird geschlossen. Das gab Erzbischof Dr. Stefan Heße bekannt. In Neugraben werden

keine Schüler mehr aufgenommen. Der Schulbetrieb läuft sukzezzive aus. Das bedeutet, dass die Schüler, die dort zur Schule gehen, dort auch ihren Abschluss machen. Hauptgründe für die Schließung der Schule sind laut Erzbistum seien der signifikante Instandsetzungs- und Erweiterungsbedarf sowie das auch zukünftig zu erwartende laufende Defizit im Schulbetrieb.

Die katholische Schule Harburg hat laut Erzbistum noch Chancen. Sie könne als Grund- und Stadtteilschule in den Räumen des Niels-Stensen-Gymnasiums weiter bestehen. "Es gibt keine Garantie für das Gelingen! Es kann auch scheitern“, so Heße. Für einen weiteren Betrieb der Schule müssten Gelder aufgetrieben werden, beispielsweise durch Sponsoren.

„Wir haben diese Entscheidung schon länger befürchtet und bedauern das sehr“, sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD in der Bezirksversammlung Harburg, Claudia Loss. „Schon die beschlossene Schließung des Niels-Stensen-Gymnasiums war ein Schlag für das katholische Schulsystem in Harburg, denn dadurch fehlt die gymnasiale Anschlussfähigkeit. Dass jetzt auch noch die weiterführende Schule in Neugraben-Fischbek aufgegeben wird, trocknet das System weiter aus."

Die Bürgerschaftsabgeordnete der Linken, Sabine Boeddinghaus, sieht angesichts des Baus großer Wohnviertel im Raum Neugraben, in denen rund 10.000 zusätzliche Bewohner leben werden, durch die Schließung der Katholischen Schule "weitreichende Folgen für den Süderelberaum". zv