Harburg - Besser spät, als nie: Mit mehreren Monaten Verzögerung wird in einigen Tagen mit dem Abriss des Harburg Centers begonnen. Und

es deutet in der Tat sehr viel darauf hin, das es jetzt endlich losgehen wird: Der Bauzaun steht, die Bushaltestelle ist verlegt, die Schüttstraße gesperrt und die Unterführung wurde bereits mit Holzwänden verschlossen.

Zudem liegt an der Schüttstraße eine Studentenwohnanlage, deren Fluchtwege in der Baustelle endeten. Die Einigung mit dem Studierendenwerk zog sich lange hin, jetzt wurden die Studenten temporär umquartiert. Derzeit werden in dieser Wohnanlage deshalb auch keine Wohnplätze für Studenten vergeben.

Der Verkehr, der sonst durch die Schüttstraße führte, wird jetzt durch die Ebelingstraße geleitet, die von einer Einbahnstraße zu einer Zweibahnstraße umfunktioniert wurde. Poller wurden versetzt und Parkplätze gestrichen. Trotzdem wird es hier sehr eng, wenn sich zwei Fahrzeuge begegnen.

Am Ende der nächsten Woche plant der Projektträger BPD die Baustelle Harburger Ring 6 zu eröffnen, was augenscheinlich als Startschuss für den "echten Abriss" zu sehen ist. Wie berichtet errichtet der Projektentwickler BPD am Ort des heutigen Harburg Centers am Harburger Ring einen Neubau mit etwa 200 Wohnungen sowie Einzelhandel und Gastronomie im Erdgeschoss. Das Investitionsvolumen beträgt rund 60 Millionen Euro. (cb)

Die Schüttstraße wurde gesperrt und die Unterführung dichtgemacht. Foto: Christian Bittcher