Neuland - Die Hitze hat jetzt auch zur Algenexplosion im Neuländer See geführt. Zwar ist dort offiziell das Baden verboten.

Das schert viele aber nicht. Das Bezirksamt lässt die Wasserqualität deshalb regelmäßig untersuchen. "Die Wasserproben des Neuländer Baggersees haben eine erhöhte Blaualgenkonzentration enthalten. Das ergab eine Untersuchung des Hamburger Hygieneinstituts", heißt es von der Behörde. An dem See befindet sich auch Wasserski und Wakebord. "Wir sind informiert worden", sagt Betreiber Siggi Weckler. "Auf den Betrieb hat das keine Auswirkung. Die Konzentration ist nicht so hoch, dass dadurch für die Sportler eine Gefährdung besteht. Wir gehen davon aus, dass die Konzentration in den kommenden Tagen, für die kühleres Wetter angesagt ist, abnimmt."
 
Ganz ohne sind Blaualgen nicht. Bei Hautkontakt kann dieses Bakterium Reizungen sowie allergische Reaktionen hervorrufen. Beim Verschlucken, kann es zu Magenkrämpfen und Unwohlsein kommen. Kinder und Kleinkinder sind besonders gefährdet. Falls Beschwerden wie beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atemnot, Hautreizungen oder Quaddeln nach Wasserkontakt auftreten, sollte, so rät die Behörde, umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Eltern sollten ihre Kinder daher nicht in der Nähe des Gewässers spielen lassen. Auch Hundehalter sollten ihre Tiere ebenfalls vom Wasser fernhalten, denn für sie kann das Verschlucken des Bakteriums sogar tödlich sein. Für die Tiere, die im Neuländer See leben, bestehe dagegen laut Behörde keine Gefahr.

Für die Pulvermühle in Meckelfeld besteht bereits seit Ende Juli ein Badeverbot. Im See im Maschener Moor und im Badeteich Ramelsloh wurde eine erhöhte Konzentration von Blaualgen festgestellt. zv