Neugraben - Jetzt ist die Kita Plaggenmoor ein Fall für die Kripo. Das DRK-Harburg hat Strafantrag gestellt, nachdem Mitarbeiter des Kindergartens

bedroht wurden. Nach den wiederholten Medienberichten über angebliche Gefährdungen des Kindeswohls in der DRK-Kindertagesstätte wurde seit Freitag, insbesondere in den sozialen Medien, Mitarbeiter bedroht, heiß es in einer Stellungnahme des DRK. Man habe deshalb ab sofort zum Schutz der Mitarbeiter einen Wachdienst beauftragt. Außerdem werden bei jeder Bedrohung Strafanzeige und Strafantrag gestellt.

„Morddrohungen sind die Folge der ständigen Wiederholung auch von Vorwürfen, für die es bislang keine Beweise gibt“, so DRK-Vorstand Harald Krüger. „Das ist völlig inakzeptabel und erschwert dazu die pädagogische Arbeit in der Kita, die jetzt im Interesse der Kinder und Eltern im Vordergrund steht.“

Laut DRK habe sich die Mehrheit der Eltern bei einem Elternabend am vergangenen Mittwoch eher positiv über die Kita geäußert. Bislang sei ein Kind abgemeldet worden. Ein weiteres Kind soll in einer anderen DRK-Kita weiter betreut werden.

Die Hamburger Morgenpost hatte über Vorwürfe gegen die Einrichtung berichtet, die Eltern erhoben hatten. Dabei ging es um Demütigungen, Beschimpfungen und Bestrafungen. Das DRK hatte zwischenzeitlich zwei Mitarbeiter freigestellt. Auch die Politik beschäftigte sich mit dem Thema. SPD und CDU hatten in der Bezirksversammlung einen Dringlichkeitsantrag gestellt. In die nächste Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 6. Juni sollen Vertreter der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, des Bezirksamts Harburg und des DRK Harburg über die Zustände in der Kita und den Umgang damit zu berichten. Das soll aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit passieren. zv