Harburg - Die Stadtteilschule Ehestorfer Weg ist um eine Attraktion reicher: Das "lebendige Klassenzimmer" ist am Mittwoch eingeweiht worden. Ab sofort

kann eine Klasse in diesem außergewöhnlichen Klassenzimmer eine ganz besondere Schulstunde genießen. Noch trägt der neue Raum den Namen "Achterdom". Allerdings sind die Schüler aufgefordert, einen passenderen Namen für ihr neues Klassenzimmer zu finden.

Aus 246 Weidenstangen, die mit der Wurzel eingegraben wurden, entstand ein natürlicher, kreisrunder Raum mit einem Durchmesser von fünf Metern, der Platz genug für eine ganze Klasse hat.  Sozialpädagoge Jörg Achterberg hatte die vergangenen Wochen mit mehreren Schülern Profils Naturwissenschaft und Mathematik aus der Jahrgangsstufe sieben dieses Projekt realisiert. Jetzt müssen die Weidenstangen noch ordentlich wachsen, damit sie später ein natürliches Dach ergeben.

Im Rahmen des ab sofort regelmäßig stattfindenden Elterncafes wurde der neue Raum seiner Bestimmung übergeben. Schulleiter Tobias Langer, Projektleiter Jörg Achterberg, der 13-jährige Schüler Emanuel und Schulsozialarbeiterin Sarah Sieronski griffen zur Schere und schnitten das Absperrband durch. Gleich darauf durften die Besucher des Elterncafes erstmals in dem lebenden Lernort Platz nehmen. Die provisorischen Bänke und Sitzkisten sollen demnächst noch durch wetterfestes Klassen-Mobiliar ausgetauscht werden.

Auch das Elterncafe ist ein neues Angebot der STS Ehestorfer Weg: Das Café ist ein offener Treffpunkt für alle Eltern. In gemütlicher Runde kann bei Kaffee oder Tee „geplaudert“ werden. Es gibt Raum für einen Austausch zu Erziehungsfragen, Belastungen, Problemen, aber auch für witzige Anekdoten der Kinder.

"Gleichzeitig können Projektwünsche oder Ideen zur Schulentwicklung von den Eltern vorgeschlagen und bestenfalls in den Schulalltag eingebracht werden. Ziel ist es das Elterncafé monatlich am Ehestorfer Weg anzubieten", sagt Sebastian Müller vom Beratungsdienst der Schule. (cb)

Sarah Sieronski (v.l.) Jörg Achterberg, Schüler Emanuel und Schulleiter Tobias Langer griffen zur Schere. Foto: Christian Bittcher