Zapfenstreich

Harburg - Fackelschein, Nationalhymne und viele Gäste: Mit dem Großen Zapfenstreich vor dem Harburger Rathaus und dem Empfang in der Königsburg

neigt sich die Amtszeit von Gildemajestät Rolf-Dieter Eckert und seiner Frau Beate langsam aber sicher dem Ende entgegen.

Rund 250 Gäste kamen am Freitag Nachmittag zum Empfang in die Königsburg. Mit dabei waren unter anderem Dezernent Dierk Trispel in Vertretung für Bezirksamtsleiter Thomas Völsch, Jochen Winand vom Harburger Wirtschaftsverein, Jürgen Heimath (SPD), Ralf-Dieter Fischer (CDU), Carsten Schuster und Victoria Pawlowski (FDP) sowie Heinz-Heinrich Thömen, Vizepräsident des Schützenverbandes Hamburg.

Mit großen Abordnungen folgten die Vertreter der befreundeten Schützenvereine aus Harburg Stadt und Land und ihre Majestäten der Einladung in die Königsburg. Als Stärkung standen Butterkuchen, Gyros mit Tzatziki und Krautsalat sowie Schaschliktopf bereit.

Nationalhymne, Trommelwirbel und Fackelschein: Gegen 20 Uhr wurde die Majestät zum Großen Zapfenstreich - gespielt vom Spielmannszug der Turnerschaft Harburg und dem Blasorchester Seevetal - vor dem Rathaus abgeholt. Der Zapfenstreich ist in Deutschland das höchste militärische Zeremoniell der Bundeswehr. Traditionell wird auch die Gildemajestät mit einem Zapfenstreich vor dem Rathaus verabschiedet, wenn seine Amtszeit zu Ende geht.

Beim Anschließenden Kommers zeigte sich Dierk Trispel, Dezernent Steuerung und Service des Bezirksamts Harburg, begeistert: "Ich habe diese Zeremonie zum ersten Mal erlebt und ich bin sehr beeindruckt", sagte er in seiner Begrüßungsrede. Außerdem lobte er Rolf-Dieter Eckert: "Sie waren ein sehr engagierter König und haben die Schützengilde und Harburg hervorragend repräsentiert."

Zwei Gildemitglieder wurden für ihren langjährigen Einsatz in der Gilde von Heinz-Heinrich Thömen, Vizepräsident des Schützenverbandes Hamburg, geehrt: Alexander Schmidt von den Fahnenjunkern erhielt die Ehrennadel in Bronze und Peter Kreitmayr bekam die Ehrennadel in Silber.

Zudem bekamen die beiden neuen Knopfsergeanten Rolf-Dieter Eckert und Jean-Jacques Rossau beim Kommers ihre Goldenen Knöpfe ans Revers der Schützenjoppe sowie die Hirschfänger, ein Jagdmesser, als sichtbares Zeichen, das sie jetzt zur "Garde des Königs" gehören.

Der Festplatz auf dem Rathausplatz mit Buden und Kinderkarussell hat noch Sonnabend und Sonntag geöffnet. Heute findet zudem die Festzelt-Gaudi der Gilde statt. Der Nachfolger von Rolf-Dieter Eckert wird am kommenden Sonnabend beim Schießen auf den Vogel ermittelt. Der neue Gilde-König wird um 19.30 Uhr am Kaiserbrunnen auf dem Schwarzenbergplatz proklamiert. (cb)

Jochen Winand (links) vom Wirtschaftsverein und Dezernent Dierk Trispel (rechts) gehörten zu den Gästen des Königspaares. Foto: Bittcher

Die Knopfsergenaten-Majore Arik Petrich (links) und Werner Krug übergeben mit Jörg Geffke (rechts) die Hirschfänger an Rolf-Dieter Eckert und Jean-Jacques Rossau. Foto: Christian Bittcher

Der Gilde-König schreitet die Front der Schützenkameraden ab. Foto: Bittcher

Heinz-Heinrich Thömen, Vizepräsident des Schützenverbandes Hamburg, ehrt Alexander Schmidt (links) und Peter Kreitmayr. Foto: Bittcher