Harburg - Wegen Betruges muss sich am Dienstag ein 50 Jahre alter Lehrer vor dem Amtsgericht Harburg verantworten. Dem Studienrat wird

vorgeworfen die Behörde 675 Euro und 60 Cent betrogen zu haben. Laut Staatsanwaltschaft hatte der Mann Fahrten mit seinem privaten Auto abgerechnet, obwohl er einen Dienstwagen benutzte.

Der Studienrat war von der Schulbehörde zur Behörde für Umwelt und Energie abgeordnet worden. Dort fielen Unregelmäßigkeiten auf. Eine Üüberprfung ergab, dass von 2011 bis 2014 in 37 Fällen Dienstfahren abgerechnet hatte, für er tatsächlich ein Behördenfahrzeug benutzt haben dürfte. Die Fahrten jedes Behördenfahrzeugs werden einzeln protokolliert. 2015 hatte er 13 weitere Abrechnungen über 159 Euro und 30 Cent eingereicht, die aber schon wegen der aufgefallenen Unregelmäßigkeiten nicht mehr ausgezahlt wurden.

Der Fall wäre eigentlich nicht vor Gericht gelandet. Die Staatsanwaltschaft hatte einen Strafbefehl ausgestellt. Der wurde "einkassiert". Nicht vom Beschuldigten, sondern von der Richterin des Amtsgerichts. Das ist ein seltener Fall. Die öffentliche Verhandlung findet am Dienstag den 6. Juni um 9 Uhr im Raum B 2.11/Ebene 2 im Amtsgericht an der Buxtehuder Straße statt. zv