Harburg – Der 26. Januar 1937. Da war doch was. Genau. Seitdem ist Harburg unselbstständig. Das ist nun 80 Jahre her. Die Nazis haben es verbockt. Unter dem Namen Groß-Hamburg-Gesetz

vergrößerte sich die Hansestadt von 415 auf stattliche 745 Quadratkilometer Fläche und hatte auf einen Schlag statt 1,19 Millionen 1,68 Millionen Einwohner. Mit Harburg gingen auch die bis dahin zum Landkreis Harburg gehörenden Gemeinden Altenwerder, Finkenwerder, Fischbek, Francop, Gut Moor, Kirchwerder, Langenbeck, Marmstorf, Neuenfelde, Neugraben, Neuland, Rönneburg, Sinstorf an Hamburg über. Besonders in Zeug gelegt für das Groß-Hamburg-Gesetz hatte sich damals Hermann Göring, der damals preußischer Ministerpräsident war. Widerstand gab es damals angesichts des brutalen Umgangs der Inhaber der Macht mit Kritikern nicht.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war die Rückabwicklung des Groß-Hamburg-Gesetzes kein echtes Thema mehr. Zwar gab es vereinzelt Versuche Teile des Gesetzes zu revidieren. Man hatte aber angesichts der Kriegsfolgen andere Probleme. Am Ende war auch das Interesse von Harburgs vor der Naziherrschaft gewählten Bürgermeisters Walter Dudek (SPD) an einer erneuten Eigenständigkeit Harburg gering. Er vollführte zum Thema Harburg eine Kehrtwende, nachdem er nach dem Krieg zunächst den Posten des Kreisdirektors für Harburg-Wilhelmsburg hatte und später Senator wurde. zv