Heimfeld – Es war ein Hauch von Bollywood, der durch die Friedrich-Ebert-Halle wehte, als die indische Kindertanzgruppe Sowmay Kumar, was man als „sanfter Knabe“ oder

„sanfter Prinz“ übersetzen kann, auftrat. Die Jungen und Mädchen, sie üben immer fleißig im Treffpunkthaus Heimfeld, setzten den farbenprächtigen Endpunkt des Heimfelder Neujahrsempfang, der von den beiden Kirchengemeinden St. Petrus und St. Paulus, den Schulen FEG und Grumbrechtstraße und dem Stadtteilbeirat auf die Beine gestellt wird. Gut 300 Zuschauer kamen dieses Jahr in die Friedrich-Ebert-Halle, um ein etwa zweistündiges, abwechslungsreiches Programm zu erleben.

Geboten wurde von Hip-Hop von der entsprechenden Gruppe der Schule Grumbrechtstraße, über Bläserband mit Chor, ebenfalls von der Grumbrechtstraße, bis Klassik, hier spielte das Kammermusikensemble des Friedrich-Ebert-Gymnasiums, eine breite musikalische und qualitative, aber in jedem Fall das Publikum mitreißende Palette.

Präsentiert wurde auch eine Umfrage des Stadtteilbeirats zur Lebensqualität in Heimfeld an der auch Schulklassen teilnahmen. Die hatte, wenn auch mit 83 ausgefüllten Bögen eher unrepräsentativ, mehr oder weniger überraschende Ergebnisse erbracht. So leben 75 Prozent der Heimfelder ganz gern in ihrem Stadtteil. Als Lieblingsorte schafften es der Wald, Meyers Park, die Eberthalle oder – wenig überraschend, die teilnehmenden Kirchengemeinden und das Treffpunkthaus auf die Liste.

Interessanter sollte zumindest für „Star-Gast“ Thomas Völsch die Liste mit den Negativ-Orten sein in die es unter anderem der Schwarzenberg, der Tunnel nach Bostelbek und die Bereich S-Bahn, wobei dort mit kindlicher Unbefangenheit gleich der Grund „wo die Besoffenen sind“, mitgeliefert wurde. Gut von Völsch: Der Bezirksamtsleiter machte ein konkretes Angebot direkt mit ihm und mit zuständigen Mitarbeitern der Behörde darüber zu sprechen. Schon daher ist der für einen Stadtteil ganz außergewöhnliche Empfang ein Erfolg. zv