Harburg - Aufatmen in Harburg: Die amerikanische Sprengbombe ist erfolgreich entschärft worden. Sprengmeister Peter Bodes und sein Team haben den

2.000 Pfund schweren Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg, der Harburg seit Donnerstag in Atem gehalten hatte, auf dem Gelände des Ex-Beach-Clubs unschädlich gemacht. Um 12.10 Uhr war es geschafft, auch der zweite der beiden Zünder wurde erfolgreich entfernt.

Mit leichter Verzögerung hatte die Entschärfung um 10.45 begonnen. Rund 80 Menschen wurden zuvor in den frühen Morgenstunden aus ihren Wohnungen im Binnenhafen in die ehemalige Fegro-Halle gebracht, die als Notunterkunft hergerichtet wurde. Der Binnenhafen wurde in einem Radius von 300 Metern zum Fundort geräumt und glich einer Geisterstadt.

Bereits um 10.15 Uhr richtete die Polizei Sperrpunkte im Harburger Innenstadtbereich ein. Unter anderem wurden Teile des Harburger Rings und die Moorstraße für den Verkehr gesperrt. Es kam zu erheblichen Behinderungen im gesamten Harburger Stadtgebiet. Insgesamt waren 268 Polizisten im Einsatz. Während der Entschärfung fuhren in Richtung Hamburg keine Züge und S-Bahnen mehr. Von den Sperrungen waren auch die Buxtehuder Straße und die Stadtautobahn betroffen.

Auch das DRK-Harburg war mit 30 Mitarbeitern im Einsatz. "Wir haben 80 Bewohner vom Wohnschiff Transit, neun weitere Bewohner aus dem Binnenhafen und Kinder und Mitarbeiter der dortigen DRK-Kita betreut", sagt DRK-Geschäftsführer Harald Krüger. Untergebracht wurden alle in der Zentralen Erstaufnahme im ehemaligen Fegro-Markt.

Der Blindgänger wurde von Tauchern mit Hilfe eines Spezialbootes von seinem Fundort im etwa sieben Meter tiefen Hafenbecken in Höhe des Kaispeichers zu der Fläche des ehemaligen Beach-Clubs gebracht, auf der sich früher der Parkplatz befunden hatte. Um 10.47 wurde sie mit einem Kran an Land gebracht wo die Spezialisten um 11.10 Uhr damit begannen, den ersten der beiden Zünder herauszudrehen. Um 11.40 Uhr war der erste Heckzünder aus der Bombe entfernt. Das hatte Zeit gespart. Mit dem WAsserschneidegerät hätte es länger gedauert.

Um 12.10 Uhr gab es endlich Entwarnung: Die Sprengbombe ist unschädlich gemacht. Die Spezialisten hatten mit einem Wasserschneidegerät, das mit 2400 bar arbeitet, den Zünder aus der Bombe geschnitten. Kurz darauf wurden die Sperrungen aufgehoben und die Menschen konnten wieder in ihre Wohnungen und Büros zurückkehren. (zv/cb/mro)