Bombe im Binnenhafen

Harburg - Die Vorbereitungen für die Entschärfung der amerikanischen Sprengbombe aus dem 2. Weltkrieg im Harburger Binnenhafen laufen derzeit auf

Hochtouren. Wie berichtet muss durch den Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr Hamburg ein 2.000 Pfund schwerer Blindgänger mit zwei Aufschlagzündern, der im Lotsekanal des Harburger Binnenhafens entdeckt wurde, unschädlich gemacht werden. Mittlerweile wurde der erste der beiden Zünder erfolgreich entfernt. Um 11.40 Uhr war der erste Zünder aus der Bombe geschnitten worden.

Am frühen Morgen haben Polizei und Feuerwehr damit begonnen, den Binnenhafen in einem Radius von 300 Metern zum Fundort zu räumen. Menschen, die nicht mehr selber das Areal verlassen konnten, wurden mit Bussen in die eine Notunterkunft in der Schlachthofstraße, die ehemalige Fegro-Halle gebracht. Der Binnenhafen glich nach Abschluss der Evakuierung einer Geisterstadt.

Die Polizei sorgte dafür, dass die Menschen die Häuser im Binnenhafen verlassen. Foto: cb

Gegen 9 Uhr haben die Taucher damit begonnen, die Bombe zu bergen. Dieser Vorgang ist äußerst gefährlich, weil in diesem Moment der Druck vom Zünder weggenommen wird. Anschließend soll die Bombe auf dem Gelände des ehemaligen Beachclubs entschärft werden.

Ab 10.45 soll der Zugverkehr in Richtung Wilhelmsburg unterbrochen werden. Betroffen sind außerdem die Stadttautobahn Wilhelmsburger Reichsstraße und die B73. Wann die Sperrungen aufgehoben werden ist bislang nicht bekannt. (cb/zv)

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Ältere Menschen wurden mit Bussen aus dem Sperrradius gebracht. Foto: cb