Nova

Marmstorf - Aufatmen in Marmstorf: Der Schützenhof Marmstorf hat einen neuen Pächter, der den Gastronomiebetrieb weiterführen wird. Damit ist das

Schreckgespenst "Wohnungsbau", auf dem Sahne-Grundstück am Feuerteich, endgültig vom Tisch.  17 Jahre lang hatte Familie Çekirdek den Schützenhof Marmstorf betrieben. Im Juli 2013 wurde er geschlossen. Seither war ungewiss, was auf dem Areal zwischen Feuerteich und Marmstorfer Weg passieren würde.

Jetzt übernimmt Familie Shah - gebürtig kommt die sechsköpfige Familie aus Afghanistan - den Schützenhof. "Der alte Schützenhof ist ein Rohdiamant, der neu geschliffen werden muss", ist der 29-jährige Zamim Shah überzeugt. Der Pachtvertrag wurde zunächst auf 15 Jahre, mit Option auf Verlängerung, geschlossen. "Das ist ein echter Gewinn für das attraktive Dorfleben in Marmstorf", freut sich auch Rainer Bliefernicht, Ur-Marmstorfer und Ortsverbandsvorsitzender der CDU. "Wohnungsbau hätte an dieser Stelle einfach nicht gepasst."

Derzeit wird das Gebäude einer Komplett-Sanierung überzogen. "Alles wird neu gemacht, man wird den Schützenhof nicht wieder erkennen", sagt Shah gegenüber harburg-aktuell, der gemeinsam mit seinem Vater Rajab in den vergangenen Jahren mehrere Hochzeitssäle in Hamburg - etwa das "Elite-Event-House" in Allermöhe - aufgebaut und betrieben hatte.

Neuer Betreiber, neuer Name: Aus dem Schützenhof soll das "Nova" werden. Und das wird weitaus mehr als ein Gasthaus, denn außer dem Restaurant soll es eine Lounge, mehrere Veranstaltungssäle für Events, eine Frühstückspension und auch wieder einen Biergarten geben. Wie viel Geld die Familie Schah in ihren Familienbetrieb stecken wird, bleibt geheim. Insider gehen von mehreren hunderttausend Euro aus. Ebenso, wer der neue Eigentümer der Immobile ist. Nur soviel ist bekannt: "Der Schützenhof wurde von zwei Personen gekauft, die dem Schützenverein sehr nahe stehen", so Bliefernicht.

Die Eröffnung soll bereits im April erfolgen. "Wir wollen dabei sein, wenn die Marmstorfer Schützen ihr Vogelschießen feiern. Da ist eine enge Zusammenarbeit geplant", sagt Shah. Außerdem sind ein Oktoberfest auf dem Parkplatz gegenüber, Musik-Veranstaltungen und Sonntags-Brunch angedacht.

Und natürlich sollen die ortsansässigen Vereine und Institutionen hier wieder ihre Veranstaltungen, Feste und Bälle durchführen können. Das Restaurant mit deutscher und internationaler Küche soll zunächst jeden Tag der Woche geöffnet haben. Geplant ist zudem ein Mittagstisch. (cb)