Harburg – An diesem Wochenende jährt sich die Harburger SuedKultur Music-Night zum 10. Mal. Und gefeiert wird beim dreitägigen

Abschluss des hamburgweit einzigartigen Open-Air-Marathons „Fight For Life“. Der Harburger Kanalplatz wird sich zum Abschluss in eine Open-Air-Bühne verwandeln.

Als sich die Initiative SuedKultur 2007 gründete, galt der Bezirk Harburg als kulturelle Einöde. „Lass uns doch lieber gleich auf den Kiez fahren!“,  hörte man oft vor allem von jungen Leuten und in der Tat: die Locations in Harburg war überschaubar. Es gab das Consortium in der Neue Straße und den Irish-Pub The Old Dubliner in der Lämmertwiete. Dann noch den Rieckhof und Ende 2005 hatte gerade das Stellwerk als Jazzclub gestartet.

 Zudem war man auf das Sammeln von Flyern angewiesen, um zu erfahren, was an welchem Tag und wo zu hören war.  Das wollten die Kulturschaffenden ändern und es kam die Die zur ersten SuedKultur Music-Night auf. Warum nicht eine Art „Nacht der Clubs“ entwerfen, bei der man einfach mal live erleben kann, wer wann, wo und wie für Musik im Süden steht?

Und so entstand der Prototyp zur Music-Night im Oktober 2011. Der seinerzeitige Mitinitiator und damalige Stellwerk-Betreiber Heiko Langanke damals: "Das Angebot an Livemusik im Hamburger Süden ist bisher noch relativ bescheiden. Das werden wir ändern." Und in der Tat: waren damals als Orte gerade mal der Jazzclub im Stellwerk, die KulturWerkstatt, das Old Dubliner, Maria’s Ballroom, die Stumpfe Ecke, der Rieckhof und das Café Che dabei, kamen mit den Jahren das Komm du, der Speicher am Kaufhauskanal, die Fischhalle, das „Alles wird schön“, die Auferstehungskirche Marmstorf oder der ContraZt e.V. hinzu.

Und so sollten auch dieses Jahr zu Ende Oktober wieder tausende Musikbegeisterte von einem Club zum nächsten bummeln und in Enge und Hitze feiern. Dich die Pandemie machte auch hier einen Strich durch die Rechnung. „Erst planten wir dann eine Art Live-Stream-Nacht, doch leider fiel unser treuer Sponsor auf einmal aus, weil er sich anderweitig engagierte. Doch dann kam noch mal eine Unterstützung vom Kultursenat für Open-Air-Konzerte. Das war unsere Chance“, so Heimo Rademaker, aktuell Sprecher der Initiative SuedKultur, Betreiber des Marias Ballroom und Initiator des elftägigen Open-Air-Marathons, der unter dem Namen „Fight for Live“ in Harburgs Musikgeschichte eingehen dürfte.

Von Freitag bis Sonntag findet der vorerst letzte Akt mit einem großen Live-Spektakel am Kanalplatz statt. 13 Bands rocken live zusammen und doch auf Abstand. Mit zugewiesenen Sitz-Plätzen ist es Gästen möglich, sich an frischer Luft und mit der notwendigen Distanz noch einmal die Ohren reichlich beschallen zu lassen und die drei Clubs sorgen ohnedies für eine bunte Mixtur von britischem Folk, Jazz, Gipsy oder Hardrock.

Das Programm samt empfohlenem Vorverkauf der Eintrittskarten gibt es mit einem Klick hier!

Resttickets sind an der Kasse am Einlass erhältlich mit Ausnahme des ausverkauften Konzertes von Jimmy Cornett & The Deadmen (24. Oktober um 20.45 Uhr). Außerdem musste das Konzert von „AC7Dynmaite“ (24. Okt., 22.45 Uhr) aufgrund der Sperrstunde ersatzlos gestrichen werden. (cb)