Harburg - Im Southside brennt noch Licht. Aber die Tür bleibt verschlossen - für immer. Seit dem 2. Januar

räumt die Crew um "Olli" die Inneneinrichtung raus. Die Sitzecken sind bereits zerlegt, Stühle und Barhocker zusammengestellt. Hunderte Gläser, Teller, Küchenutensilien sortiert und verpackt. "Wir werden in ein paar Tagen fertig sein", sagt Oliver Klühn. Dann gehen auch die Lichter aus. "Es stehen aber immer wieder Leute vor der Tür, die rein wollen und ganz entsetzt sind, dass es uns nicht mehr gibt", so Klühn.

Harburg verliert mit dem Southside einen der ganz wenigen Treffpunkte für jüngere Leute. Die Kündigung war nach dem Verkauf der Immobilie ausgesprochen worden. An der Stelle soll ein klotziger Neubau für "seniorengerechtes Wohnen" und Gewerbe sowie Gastronomie entstehen. So jedenfalls wird das Projekt im Internet vom Investor beschrieben. Ganz auf der Höhe ist die Darstellung nicht. Dort wird auch ein Baubeginn "voraussichtlich Anfang 2019" avisiert. Das hat sich längst erledigt.

Für das Southside gibt es ein "Leben nach der Schließung". In Marxen im Landkreis Harburg soll es nach jetzigen Planungen bereits im Februar unter neuer Führung eröffnet werden. zv