Harburg - Die Silvesterparty wird die Abschiedsparty. Das Southside macht zum Ende des Jahres endgültig dicht.

Das Team wechselt fast vollständig nach Marxen. im Landkreis Harburg. Dort soll die Crew dem ehemaligen Treibhaus unter neuer Führung neues Leben einhauchen. Bis Anfang Februar soll der Laden fertig sein und eröffnet werden.

Über 14 Jahre war das Southside, zuerst als Bolero, Treffpunkt vor allem für jüngere Leute in Harburg. Eröffnet hatten Toni Militsis und sein Partner Olli das Bolero 2005. 2008 verstarb Militsis plötzlich und völlig unerwartet. 2014 wurde die Blumenmarktfläche vor dem Bolero von der Behörde gesperrt. Hintergrund soll angeblich ein zu dem Zeitpunkt längst abgeschlossener Rechtsstreit mit dem früheren Pächter der darunter liegenden Immobilie gewesen sein.

Der Behörde kam das nicht ungelegen. Die Fläche, die der Stadt gehört, sollte schon längst abgestoßen und ein Neubau errichtet werden. Rund fünf Jahre "gammelte" so der Platz vor sich hin.

Erst nach dem Verkauf der an den Platz angrenzenden Immobilie, in der sich das Southside und auch über Jahre im unteren Geschoss eine Videothek befanden, wurde ein Neubau realistisch.

Für das Bolero, das Anfang 2017 aus rechtlichen gründen in Southside umbenannt wurde, war die Sperrung des Platzes eine "Katastrophe". In den Sommermonaten fehlte Außenfläche, die sonst immer angemietet worden war.

Mit der Schließung des Southside in wenigen Tagen verliert das Harburger Zentrum einen, wenn nicht den letzten Platz, der auch in größerem Umfang von jungen Leuten als Treffpunkt angenommen wurde. Trotzdem hielt sich das Southside

Ursprünglich sollte bereits Mitte des Jahres für das Southside Schluss sein. Dann bot der neue Eigentümer, die AVW Immobilien AG, eine Verlängerung bis Ende des Jahres an. Die Pläne für einen wuchtigen, fünfgeschossigen Bau an der Stelle hatten sich offenbar verzögert. Ein aktueller Zeitplan für den Neubau ist nicht bekannt. zv