Harburg - Für Franz Josef, beim 35. Deutschen Rock & Pop Preis als Bester neuer Rock- und Popkünstler

des Jahres 2017 ausgezeichnet, ist es kein Ding. Am Wochenende spielte er in Marias Ballroom. Gut 50 Fans waren gekommen, um ihn zu sehen und hören. Am 25. August wird er einer der Acts sein, die beim Festival "Sommer im Park" auf der Freilichtbühne im Stadtpark auftreten.

Was Franz Josef nicht kratzt, wurmt Heimo Rademaker. Denn das Festival, das vom Citymanagement organisiert und vom Bezirk als Belebungsaktion für die Stadtparkbühne maßgeblich finanziert wird, ist genau an dem Wochenende, an dem er federführend das Phonix-Viertel Fest veranstaltet. An dem Wochenende findet auch noch das "Weiße Dinner" im Stadtparkt statt. Genehmigt werden alle Veranstaltungen von der Abteilung "Sondernutzung" des Bezirksamtes. Dort war laut Heimo das Fest im Phoenix-Viertel bereits im Januar angemeldet worden. Das dort offenbar keine Koordination stattfindet, ärgert ihn zusätzlich. "Wir versuchen hier in Harburg etwas auf die Beine zu stellen und dann macht man sich gegenseitig Konkurrenz", sagt Heimo. Dass bei ihm auch noch angefragt wurde, ob er für die mit über 30.000 Euro gesponserte Veranstaltung im Stadtpark ein Schlagzeug ausleihen könnte, schlägt für ihn dem Fass den Boden aus. "Da legt man ein hoch subventioniertes Fest auf den Termin von unserem, das bereits seit fünf Jahren immer im August stattfindet, und möchte dann von uns Unterstützung", sagt Heimo. "Das ist wider des Netzwerkgedanken. Das ist ein Schlag ins Gesicht." zv