Harburg - Das ist ein herber Verlust für den Binnenhafen. Das Restaurant "Nordlicht" ist geschlossen. "Wir werden nicht wieder öffnen", sagt Marian Hansen,

der Frontmann im Nordlicht war. Der Grund: Es lohnt sich nicht. "Viereinhalb Jahre haben wir es versucht", sagt Hansen. "Am Ende haben wir festgestellt, dass man immer mal gerade so eben mit einer Null am Monatsende dasteht." Perspektiven habe es zu wenig gegeben. "Von dem Hotelneubau, der kommen und die Gegend weiter beleben soll, wird seit Jahren geredet, ohne dass etwas wirklich sichtbares passiert", so Hansen. Er selbst will etwas Neues anfangen. Natürlich in der Gastronomie. Aber nördlich der Elbe. Küchenchef Christoph Weigel hat bereits einen neuen Posten. Er steht jetzt, so hieß es, im Vlet in der Speicherstadt mit am Herd.

Das Nordlicht hatte kulinarisch einiges zu bieten. Es war so gut, dass es dem Gault & Millau Deutschland eine Kochmütze für die sehr gute Küche wert war. In Restaurantführern war das Nordlicht bei den Empfehlungen oft dabei. Doch die gute Küche konnte offenbar andere Probleme nicht wett machen. Das Restaurant verfügt über keine Außenplätze. Im Sommer kostetet das viele Gäste. Es wirkt auch nicht so großzügig wie umliegende Restaurants, die hohe Decken haben.

Die Restaurant stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Die Erstbelegung war das "Essbar", das nach einem glücklosen Start wieder schloss. Danach hatte Carlos zuerst euroasiatische Küche unter dem Restaurantnamen „Margeaux“ angeboten und dann in Anlehnung auf seine Hittfelder Vergangenheit das Lokal „Rossini im Hafen“ genannt, bevor er im Dezember 2013 den Standort aufgab. Im Februar 2014 eröffnete Marian Hansen zusammen mit Henry Theben das "Nordlicht". Den Namen hatte Theben mitgebracht. Über Jahre hatte er das "Nordlicht" in Hittfeld geführt. Theben starb Anfang 2016. Danach war Christopher Weigel Küchenchef geworden.

Unberührt bleibt von der Schließung das "Eisvogel" an der Wasserskianlage am Neuländer Baggerteich. Dort hatte Marian Hansen Anfang der Saison die Gastronomie in die Hand genommen. zv