Harburg – Aus Raider wurde Twixx und aus dem Bolero wird das Southside. Eine der beliebtesten Locations in Harburg bekommt einen neuen Namen. Dahinter steckt ein rechtlicher

Grund. Die Betreiber des Bolero sind mit dem Jahreswechsel aus dem Francisevertrag entlassen. Das Grundkonzept, dass das Bolero in Harburg zu einem generationsübergreifenden Erfolg machte, wird weitgehend bleiben. Auch die Einrichtung wird nicht verändert. Zwei Tage wird nach Silvester geschlossen bleiben, um den Laden wieder fit zu machen, bevor am kommenden Mittwoch wieder geöffnet und auch der neue Name als Leuchtreklame angeschraubt wird.

Verändern wird sich die Küche. Die Betreiber sind nicht mehr an Vorgaben des Francisegebers gebunden. Die machen das Angebot nicht flexibel. „Wir bauen das Restaurant in eigener Regie und legen die notwendigen Standards für den Betrieb eines Boleros fest. Die Lieferanten für dieses Konzept stehen fest, die Einkaufskonditionen ebenfalls“, heißt es auf der Internetseite der Bolero Holding GmbH. Zukünftig können die Betreiber des Ex-Bolero den Einkauf und die Karte freier gestalten. Außerdem entfallen Francisegebühren. Das dürfte für das seit der Sperrung der ehemaligen Blumenmarktfläche gebeutelte Noch-Bolero wirtschaftlich ein Vorteil sein und es auf sicherere Beine stellen.

Oliver Klühn bei der Eröffnung des Bolero 2005 mit seinem keine drei Jahre später verstorbenen Partner Toni Militsis. Foto: zv

Wie die mittel- bis langfristige Zukunft des zukünftigen Southside aussehen wird, ist trotz der neuen Entwicklung ungewiss. Das Gebäude ist vom ehemaligen Eigentümer vor einem Jahr an ein Immobilienunternehmen verkauft worden. geplant ist ein mehrstöckiger Neubau. Wie lange die Realisierung dauern wird, ist noch unklar.

Die Systemgastronomie Bolero mit Hauptsitz in Hamburg, mit aktuell Restaurants an etwa zehn Standorten, gibt es seit 20 Jahren. Das Konzept ist überall gleich. In Harburg wurde das Bolero vor gut elf Jahren von Oliver „Olli“ Klühn mit seinem damaligen und mittlerweile verstorbenen Partner Toni eröffnet. Zuvor war an dem Standort ein McDonald's Restaurant. zv