Harburg -  Nach 20 Jahren wird es es in Harburg wieder ein eigenes Radrennen geben. Ein Jahr lang hat die Radsportgemeinschaft Harburg alles vorbereitet, damit am 28. Mai Amateure und Profis auf einen drei Kilometer langen Rundkurs im Binnenhafen gehen können.

Es wird ein Radspektakel im Binnenhafen werden, zu dem sich viele große Namen der Szene angesagt habe. "Es kommen Fahrer der Bahnnationalmannschaft und Bundesligateams, wie das Ked-Stevens Radteam aus Berlin", sagt Mitorganisator Borhen Azzouz.

Von 13 bis 19 Uhr werden die Fahrer, Männer und Frauen, jung und alt, in drei Blöcken in der Blohmstraße beim Paletten Service Hamburg Binnenhafenrennen an den Start gehen. Die Jüngsten, sechs bis zwölf Jahre alt, fahren zwei Runden. Die Profis werden als Abschluss 90 Kilometer Strecke in 30 Runden bewältigen.

Wie der Name des Rennens verrät, ist das Harburger Unternehmen, das gerade sein 50jähriges Bestehen feiert und dessen Vorsitzender Ingo Mönke selbst mal aktiver Radsportler war, Hauptsponsor. Mit im Boot ist auch die Sparkasse Harburg-Buxtehude.

Feuer und Flamme waren auch Verwaltung oder Politik von dem Plan. "Wir hatten große Unterstützung", so Azzouz. Kein Wunder. Harburg hat eine lange Radsporttradition. In den 1950er und 1960er Jahren wurde Harburg Radsporthochburg. 1951 säumten beim ersten Großen Phoenix-Preis sagenhafte 20.000 Zuschauer den Rundkurs in Eißendorf. Die Erfolgsgeschichte ging weiter.

Zwischen 1980 und 2017 war Harburg Austragungsort von zehn Deutschen Meisterschaften in verschiedenen Radsportdisziplinen. 2002 gab es das letzte große eigene Radrennen in Harburg, dass damals über den Harburger Ring führte. Danach waren es nur kurze Streckenabschnitte größerer Rennen, die durch Harburg führten.

An die Zeiten möchten die Hauptorganisatoren Azzouz und Frank Plambek anknüpfen. Das Radrennen im Binnenhafen soll keine Eintagsfliege, sondern jährliches Event werden. zv