Harburg - Ein dynamisches Duo will den Radrennsport in Harburg wieder aufleben lassen: Harburgs amtierender Gildekönig Borhen (Bo) Azzouz und der der ehemalige Straßen-Nationalfahrer Frank Plambeck werden für frischen Schwung in der Harburger Radsport-Gemeinschaft (HRG) sorgen.

Die Voraussetzungen dafür wurden im Januar bei der Jahreshauptversammlung geschaffen: Frank Plambeck (61) wurde zum neuen ersten Vorsitzenden und Bo Azzouz (38) zum neuen Sport/Rennfachwart gewählt.

Beide gehören dem Verein schon seit vielen Jahren an und haben gemeinsam viele Veranstaltungen auf die Beine gestellt. „Die Zusammenarbeit hat sich bereits bewährt, jetzt wollen wir versuchen den Verein mit vielen neuen Ideen und Events nach vorne zu bringen“, sagt Bo Azzouz, der als Chef der Firma Subevents auch bei Radrennen für die Veranstaltungstechnik im Hintergrund sorgt.

Ein Problem ist der Mitgliederschwund: Derzeit hat der Verein 160 Mitglieder. Zum Vergleich 2010 waren es noch 210 Mitglieder. „Corona hat sich natürlich auch bei uns negativ bemerkbar gemacht“, sagt Frank Plambeck. Und Bo Azzouz ergänzt: „Wir wollen den Radsport auch für die jungen Menschen wieder attraktiv machen. Die Sportart hat sein vielen Jahren wegen der Dopingskandale ein schlechtes Image, das aufpoliert werden muss.“

Die Mitgliedschaft im Verein muss mit unterschiedlichen Aktivitäten auch wieder dem Nachwuchs Spaß machen. Plambeck: „Das ist durch Corona fast komplett eingeschlafen.“

Und auch sportlich wird sich in diesem Jahr einiges tun: Zum einen ist ein großes Straßen-Radrennen im Harburger Binnenhafen geplant. Das Rundstreckenrennen mit Start/Ziel an der Blohmstraße vor dem Gebäude des Paletten-Service Hamburg soll am Sonnabend, 28. Mai gestartet werden.

Außerdem wird der Weihnachtspreis der Radcrosser aufgewertet: „Der zweite Weihnachtscross auf dem Schwarzenbergplatz ist nach der gelungenen Premiere am Zweiten Weihnachtstag 2021 in die engere Auswahl zur Radbundesliga gerückt. Eine Entscheidung darüber wird Mitte März beim Fachverband Bund Deutscher Radfahrer gefällt“, sagt Frank Plambeck.  (cb)