Neugraben - Zurück auf der Bühne und direkt abgeräumt: Bei ihrem ersten Wettbewerb seit über eineinhalb Jahren wurden die Balletttänzerinnen der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft (HNT) im Eventforum Castrop-Rauxel Deutscher Meister.

Klara Schwemer (14), Arina Seibel (14), Susanne Sikorski (17) und Pauline Brenke (24) holten mit ihrem Quartett "Aubaude" mit deutlichem Vorsprung erstmals bei einer DM einen Gruppentitel für die HNT-Ballett-Compagnie. Die Choreografie von Daria Sukhorukova erhielt hohe Wertungen, ebenso belohnte die Fachjury den tänzerischen Ausdruck und die Gesamtwirkung, in die unter anderem auch die maßangefertigten Kostüme einflossen.

Klara Schwemer und Arina Seibel zeigten auch in der Solo-Kategorie gute Leistungen. Für "Schmetterling" aus dem Ballett Carnaval und den "Russischen Tanz" reichte es in der Altersklasse Junioren I trotz guter Wertungen aber nicht für die Finalrunde. Für diese qualifizierte sich Susanne Sikorski bei den älteren Junioren II. In einem großen Teilnehmerfeld in der Disziplin Open kam sie mit ihrem selbst kreierten Solo "Hopeless" im zweiten Durchlauf auf den siebten Rang.

Insgesamt waren bei den German Open der A.S.D.U. international über 370 Beiträge aus zwölf Bundesländern gemeldet. Die große Tanzveranstaltung fand in der Nähe von Dortmund statt. Vom 16. bis 19. September durften dort Amateure und Profis in den Stilen Hip Hop, Commercial, Urban, Contemporary, Lyrical, Jazz Dance, Musical Dance, Open, Song & Dance, Charaktertanz und Classical Ballet endlich wieder vor Richtern und Zuschauern auf der Bühne stehen. Im Vorjahr waren die German Open pandemiebedingt verschoben worden.

Dank eines zertifizierten Hygienekonzeptes konnte sie nun unter hervorragenden Bedingungen in einer neuen Örtlichkeit durchgeführt werden. Das Eventforum Castrop-Rauxel mit mehreren großzügigen Hallen bot viel Platz für über 1.200 Aktive und ein kleines Publikum.

Neben der Freude über den Deutschen Meistertitel für ihr Quartett war der Leiterin der HNT-Ballett-Compagnie auch die Erleichterung anzumerken, dass alles funktioniert hatte. Krankheitsfälle oder Quarantäneanordnungen, welche die Teilnahme kurzfristig noch verhindert hätten, blieben zum Glück aus.   (cb)