Wolfsburg – Was haben die deutsche Fußball-Nationalmannschaft und das Harburger Slotracing-Team Channel Racer gemeinsam? Sie

sind beide schon in der Vorrunde ausgeschieden. Die Kicker scheiterten in Kasan, Andreas Göhring in Wolfsburg. Der fünfte Lauf zur RCCO Slotcar-Meisterschaft fand in den Hallen der Volkswagen R GmbH statt. Geschäftsführer Jost Capito, der früher unter anderem Motorsport-Direktor bei Vollswagen war, hatte die Teams mit ihren Flitzer im Maßstab 1:24 erstmals nach Wolfsburg eingeladen.

Weil der Technikchef der Harburger Channel Racer Robert Müller kurzfristig für seinen Arbeitgeber Airbus auf Riesen war, musste Göhring das Team alleine vertreten – und das nach einer dreimonatigen Verletzungspause. „Ohne die technische Unterstützung von meinen Konkurrenten Jan und Eldert Hedden hätte ich keine Chance gehabt“, sagt Göhring. Tatsächlich staunte er nicht schlecht, als er im freien Training einen respektablen siebten Platz belegte. Im Qualifying machte sich dann die fehlende Praxis bemerkbar. Der ABT VisionRCCO flog in der gezeiteten fliegenden Runde aus der Bahn. Am Ende lag Göhring ganz am Ende der Zeitentabelle.

Das Pech setzte sich im ersten Qualifikationsrennen fort. Am Ende der langen Geraden musste eine Spitzkehre angebremst werden, doch jedes zweite Mal verpasste Göhring den Bremspunkt und schoss in die Leitplanke. „Irgendjemand muss am Fahrtregler das Ansprechverhalten der Bremse verstellt haben“, sagt Göhring. „Als ich das erkannt hatte, lag ich schon drei Runden zurück.“ Das war nicht mehr aufzuholen und bedeutete das vorzeitige Aus. Am Ende wurde Göhring als Dreizehnter gewertet.

Das Finale gewann Titelverteidiger Björn Skottke, vor Überraschungmann Andreas Zschorsch und vor Le-Mans-Sieger Frank Biela. Beste Dame war die Harburgerin Joanna Wessel, auch für die hatte Jost Capito noch einen Pokal. bb