Harburg – Was für ein Rennen! Bei der Weltpremiere der #VisionRCCO-Rennserie im Automuseum Prototyp in der HafenCity mussten die Channel Racer aus Harburg

bis zur letzten Minute kämpfen, um ihren vierten Platz zu verteidigen. Nach harten 24 Stunden hatten sie gerade einmal 923 Meter Vorsprung auf das Lamborghini Joest-Team. Das klingt viel, aber die Elektroflitzer im Maßstab 1:24 haben in dem Langstreckenrennen auf der 71 Meter langen, digital geregelten Rennstrecke „mal eben“ eine Strecke von Hamburg bis Dortmund zurückgelegt. Das sind gut 900 Meter Vorsprung tatsächlich nicht viel.

„Wir haben unser Ziel nur knapp verfehlt“, sagt Channel-Teamchef Andreas Göhring. „Nach unserem großartigen Sieg beim letzten 24-Stunden-Rennen wollten wir wieder aufs Podium.“ In der Nacht lag der rote ABT VisionRCCO zeitweise auf dem dritten Platz, aber das war nicht zu halten. Im Gegensatz zu den drei erstplatzierten Teams hatten die Channel Racer diesmal keinen „Profi“ im Team, also Fahrer, die neben der RCCO-Rennserie auch in Slotracing-Klubs aktiv sind und mindestens einmal die Woche trainieren.

Profi Michael Niemas, der die Channel Racer beim letzten 24-Stunden Rennen zum Erfolg geführt hatte, war auch diesmal der Erfolgsgarant. Das KTM-Team hatte ihn von den Harburgern abgeworben und freute sich über seinen ersten Sieg.

Teamchef Göhring, der seit 1996 fünf der RCCO-Langstreckenrennen gewonnen hat, kündigte nach der Siegerehrung an: „Das war mein letztes 24-Stunden-Rennen.  Ich werde nur noch die Sprintrennen fahren.“ Er gab auch zu, dass eine bessere Platzierung sicher nicht am Auto gescheitert ist. Airbus-Techniker Frank Wilke habe mit seinem ersten 24-Stunden-Renner einen fantastischen Renner gebaut. „Da müssen wir uns sicher nicht verstecken.“ bb