Heimfeld - Es ist gesetzt, dass sich im November die Knopfsergeanten zum Grünkohlessen im Privathotel Lindtner treffen. Im vergangenen Jahr fand diese Tradition nicht statt - wegen Corona. In diesem Jahr wollte die "Garde des Königs" das Grünkohlessen auf keinen Fall ausfallen lassen. Auch wenn es unter 3G-Bedingungen stattfand und es, wie sonst bei diesem Anlass üblich, keine neuen "Knöpfe" zu verkünden gab.

Der einzige Nicht-Knopf, der bei dem traditionellen Grünkohlessen dabei sein darf, ist der Gildekönig selbst. Borhen "Bo" Azzouz hat diese Ehre damit bereits zweimal genießen können - auch wegen Corona. Er ist bereits seit 2019 König der traditionsreichen Harburger Schützengilde von 1528, die im vergangenen und in diesem Jahr keinen neuen König ausgeschossen hat.

"Dauerkönig Bo" hat das Grünkohlessen, am Tisch flankiert von den Knöpfen Guido Mönke und Christian Müller, sehr genossen. "Der Grünkohl war köstlich", sagt "Bo". "Ich habe mich später zuhause erst einmal kugelrund auf das Sofa gelegt."

Im kommenden Jahr wird, sollte Corona Geschichte sein und das Schützleben wieder in normalen Bahnen verlaufen, Borhen Azzouz erneut beim Grünkohlessen dabei sein können. Eigentlich muss er niemals wieder auf diese Veranstaltung verzichten. Als  Gildekönig bekommt man nach seiner Amtszeit die goldenen Wappenknöpfe an den Kragen der Schützenjobbe geheftet, die einen als Mitglied der seit 1888 bestehenden Garde des Königs ausweist. zv