Zum Thema Genitalherpes und die dadurch verursachten Symptome gibt es eine Reihe von falschen Vorstellungen:

- Wer Herpes hat, weiß das auch.
- Kondome schützen vor Genitalherpes.
- Nur wer einen Herpes-Ausbruch hat, kann andere anstecken.
- Wer Herpesbläschen im Mund hat, der hat auch Genitalherpes.

Hier erfahren Sie die wichtigsten Fakten zum Thema Genitalherpes, wie man diese Krankheit bekommt und wie man sie behandeln kann.

Bläschen sind das wichtigste Symptom
Herpes ist eine häufige Virusinfektion. Die Fieberblasen, die man dabei sowohl an den Lippen als auch im Genitalbereich bekommt, sind ein gut erkennbares Symptom. Diese Bläschen sind oft in Flecken gruppiert. Sie platzen auf und bilden danach einen Schorf.

Herpes-Viren werden durch engen Kontakt, etwa durch Küssen, übertragen. Die häufigsten dieser Viren sind Herpes-simplex Typ 1 und Herpes-simplex Typ 2. Beide Viren können den Mund und die Genitalien befallen. Sie sind sehr ansteckend, auch wenn man keine Bläschen sieht.

Wie alle Vireninfektionen lässt sich Genitalherpes nicht heilen. Eine Behandlung kann jedoch helfen, die Ausbrüche zu kontrollieren und die Symptome zu mildern. Verschreibungspflichtige Virostatika wie Valaciclovir und Aciclovir können dazu beitragen, dass die Fieberblasen schneller aheilen. Außerdem können sie die Häufigkeit, Dauer und Schwere künftiger Ausbrüche vermindern.

Stadien einer Herpesinfektion
Eine Herpesinfektion durchläuft in der Regel mehrere Stadien. Sie beginnt mit Kribbeln und Juckreiz. Das dauert etwa einen Tag lang, bis sich eine Verhärtung bildet, die auch schmerzen kann. Die Bläschen, die sich mit Flüssigkeit füllen, werden entlang der Lippenränder sichtbar. Diese Blasen platzen auf und können dabei einen Schorf hinterlassen. Normalerweise dauert es einige Wochen, bis die Bläschen völlig abheilen. Wer sich zum ersten Mal mit Herpes infiziert, kann die Symptome erst Wochen nach dem Kontakt mit dem Virus haben.

Außer den Fieberblasen sind Fieber, Schmerzen beim Wasserlassen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen und geschwollene Lymphknoten weitere mögliche Symptome. Ein Besuch beim Arzt ist ratsam, wenn die Bläschen in mehreren Wochen nicht abheilen, wenn die Infektion auf die Augen übergreift oder wenn die Symptome schwerwiegend sind.

Ansteckung und Auslöser für Ausbrüche
Fieberblasen werden durch bestimmte Stämme des Herpes-simplex-Virus verursacht. Herpes simplex 1 verursacht in der Regel Fieberbläschen, Herpes simplex 2 ist normalerweise für Genitalherpes verantwortlich. Beide Typen können sich durch engen Kontakt, etwa beim Küssen oder Oralverkehr, auf das Gesicht oder die Genitalien übertragen. Auch durch die gemeinsame Benutzung von Essbesteck, Rasierern und Handtüchern kann man sich mit Herpes simplex anstecken.

Nach einer Herpesinfektion schlummert das Virus in den Zellen der Haut und kann an der gleichen Stelle wie zuvor auftreten. Das Wiederauftreten kann ausgelöst werden durch:

- Andere Virusinfektionen oder Fieber
- Hormonelle Veränderungen im Zusammenhang mit der Menstruation
- Stress
- Müdigkeit
- Sonnenlicht und Wind
- Veränderungen des Immunsystems
- Verletzungen der Haut

Die meisten Erwachsenen tragen Herpesviren in sich. Zu Komplikationen kann es kommen, wenn der Körper durch andere Faktoren geschwächt ist, etwa durch HIV, ein Ekzem oder eine Chemotherapie zur Krebsbehandlung.

Wenn man sehr oft unter Herpes-Ausbrüchen leidet oder ein hohes Risiko für Komplikationen hat, kann ein Arzt ein antivirales Medikament verschreiben, das man dann regelmäßig einnehmen muss. Oft kann starke Sonneneinstrahlung einen Rückfall auslösen.

Maßnahmen zur Vorbeugung
Um zu vermeiden, dass Herpesviren auf andere Menschen oder andere Körperteile übertragen werden, kann man die folgenden Vorsichtsmaßnahmen ergreifen:

- Solange Blasen vorhanden sind, soll man Küssen und Hautkontakt mit anderen Menschen vermeiden. Das Virus breitet sich am leichtesten aus, wenn aus den Bläschen Flüssigkeit austritt.
- Man sollte vermeiden, gemeinsam Gegenstände wie Geschirr und Handtücher zu benutzen.
- Die Hände sollte man unbedingt sauber halten. Wer Fieberblasen hat, sollte sich sorgfältig die Hände waschen. Das gilt vor der Berührung der eigenen Haut und der Berührung anderer Menschen. Vor allem Babys sind anfällig. dl

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