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Ratgeber - Die meisten Menschen, die eine Sehschwäche haben, tragen im Alltag eine Brille. Beim Lesen, Autofahren, Kochen oder Fernsehen ist diese auch eine große Hilfe. Wer jedoch Sportarten wie Basketball, Fußball, Turnen oder Schwimmen betreibt, bekommt da schnell Probleme. Die Brillengläser können bei Temperaturschwankungen beschlagen oder durch den Aufprall von Bällen zerspringen. Selbst beim Yoga, wo man die eine oder andere Pose kopfüber übt, ist es problematisch, eine Brille zu tragen. Kontaktlinsen sind aus diesem Grund eine gute Alternative. Jedoch muss auch dabei einiges beachtet werden, da es viele verschiedene Arten der kleinen praktischen Helfer gibt. Auf den Sport zu verzichten, ist allerdings in den meisten Fällen keine Lösung. Nicht selten ist er für Hobbysportler eine wirksame Möglichkeit, den Alltagsstress abzubauen. Der folgende Artikel erklärt daher, worauf Sie achten sollten, um möglichst sicher mit Sehschwäche Sport treiben zu können.

Diese Kontaktlinsen eignen sich am besten für den Sport

Kontaktlinsen sind nicht gleich Kontaktlinsen. Das erfahren Sie frühestens, wenn Sie sich online die Auswahl an verschiedenen Linsen anschauen, die zur Verfügung stehen. Tageslinsen, Monatslinsen, Dauerlinsen, weiche Linsen, harte Linsen: Was passt denn nun eigentlich? Grundsätzlich entscheiden sich die meisten Menschen, die Sport treiben möchten, für Kontaktlinsen. Manch ein eingefleischter Brillenträger fängt überhaupt aus diesem Grund nur damit an. Der Vorteil ist dabei, dass die Kontaktlinsen direkt auf dem Auge aufliegen und dadurch nicht verrutschen können. Auch ist das Blickfeld nicht durch den Rahmen von Brillengläsern eingeschränkt. Bei Feuchtigkeit besteht ferner nicht die Gefahr, plötzlich durch eine beschlagene Brille nichts mehr sehen zu können. Dennoch sind Alltagslinsen oft im Belastungsfall nicht ausreichend. Dadurch, dass beim Sport so viel Energie verbraucht wird und der Sauerstoffgehalt sinkt, wird auch der PH-Wert am Auge niedriger. Diese Faktoren beeinflussen den Tränenfilm und somit die Verträglichkeit der Kontaktlinsen. Da es durch den zusätzlich erhöhten Stoffwechsel eines intensiven Trainings zu vermehrten Ablagerungen kommt, ist es außerdem nötig, Linsen besonders gründlich zu reinigen. Vorausgesetzt, dass es sich nicht um Tageslinsen handelt. Doch welche Kontaktlinsen sollten nun für den Sport gewählt werden?

Jede Sportart fordert uns auf eine andere Art und Weise heraus. Je nachdem, ob wir ein ruhiges Gymnastik-Training zum Vorbeugen von Rückenschmerzen absolvieren oder schwere Gewichte stemmen. Genauso sind auch unterschiedliche Kontaktlinsen für verschiedene Sportarten geeignet. So sind für Ausdauersportarten beispielsweise stabile Linsen optimal. Schwimmer jedoch sollten eher zu weicheren Linsen greifen, die nach jedem Training sofort entsorgt werden. Sportarten, die einen hohen Sauerstoffverbrauch haben, wie Rennradfahren, HIIT-Training oder Marathonlauf, benötigen außerdem hochsauerstoffdurchlässige Linsen. Gleiches gilt für Berg- und Wintersport wie Skifahren oder Bergsteigen, da ab 2000 Metern Höhe ein hoher Sauerstoffmangel auftritt. Ab einer Höhe von 5000 Metern sollten Kontaktlinsenträger besonders vorsichtig sein. Wer Ballsport in Hallen betreibt, greift am besten zu formstabilen Linsen. Diese sind besser dazu geeignet, bei stickiger Hallenluft und trockenen Augen eingesetzt werden. Außerdem ist es ratsam, spezielle Linsen für den Sport immer von einem Spezialisten anpassen zu lassen. Aufgrund der höheren Belastungen ist es besonders wichtig, Kontaktlinsen zu nutzen, die individuell auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt sind.

Was ist bei Sportbrillen zu beachten?

Sportbrillen werden meist von den Menschen getragen, die aus medizinischen Gründen auf Kontaktlinsen verzichten möchten oder eine grundsätzliche Aversion gegen diese haben. Außerdem gibt es Sportbrillen, die zusätzlich getönte Gläser besitzen und so vor schädlichen UV-Strahlen schützen. Worauf gilt es also, bei der Wahl der passenden Sportbrille zu achten?

Zum einen muss natürlich die Sehstärke stimmen. Hierfür sollten Sie sich vorab ausführlich von einem Augenarzt oder Optiker beraten lassen. Zum anderen ist es von äußerster Wichtigkeit, dass die Gläser bruchsicher sind. Insbesondere bei Sportarten, bei denen die Gefahr besteht, einen Ball ins Gesicht zu bekommen oder zu stürzen, spielt dies eine Rolle. Splitternde Gläser können andernfalls zu schweren Verletzungen im Auge führen. Ferner ist der Sitz der Brille noch wichtiger als sonst. Damit sie nicht verrutscht oder gar auf den Boden fällt und zerbricht, sollte die Sportbrille fest und sicher auf der Nase halten. Dies ist der Fall bei Brillen, die vom Optiker speziell angepasst worden sind. In diesem Fall können höhere Kosten auf Sie zukommen. Dafür können Sie sich dann ganz auf den Sport konzentrieren, ohne ständig den Sitz der Brille überprüfen zu müssen. Zuletzt eignen sich Brillen besonders gut, die leicht und angenehm zu tragen sind. Dadurch können Sie sich freier bewegen und haben weniger das Gefühl, einen Fremdkörper mit sich herumzutragen. Ist die Brille gut gepolstert, kommt es außerdem bei Stößen und Sprüngen weniger zu schmerzhaften Druckstellen.