Ratgeber - Wenn die Tage lang und warm sind, nutzen viele Harburger dies, um Ausflüge in die Natur zu unternehmen. Wer sich regelmäßig im Wald aufhält, stärkt seine Abwehrkräfte, wird psychisch ausgeglichener und körperlich fitter. Noch dazu können wir hier einmal ganz abschalten und den stressigen Alltag vergessen. Um dabei gekonnt durchs Unterholz zu navigieren, wird meist das Smartphone genutzt. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, Wanderkarten aus Papier mitzuführen. Diese sind jedoch sperrig und unpraktisch. Die Navigation mit dem Smartphone birgt allerdings ebenso ihre Risiken: Nässe und Kälte sind Gift für die empfindliche Technik. Wie Sie Ihr Gerät schützen und so dessen Vorzüge auf Ihren Touren genießen können, erklärt dieser Artikel.

Kratzern und Sturzschäden keine Chance geben

Manche Telefone sind einfach besser als andere geeignet, um sie mit auf Wandertouren zu nehmen. Es gibt spezielle Outdoor-Handys, die besonders widerstandsfähig gegen jegliche Schäden sind. Einige Geräte sind sogar wasserfest, sodass man sie theoretisch selbst mit auf Tauchtouren nehmen kann. Diese besonders stabilen Exemplare haben meist weniger Funktionen als typische Smartphones. Dafür allerdings eine besonders feste Außenhülle und ein kratzfestes Display. Wer allerdings sein Alltagshandy mit auf die Tour nehmen möchte, dem ist geraten, es mit einer schützenden Hülle auszustatten. Diese sorgt dafür, dass Stürze der sensiblen Technik weniger anhaben können. Um Kratzer auf dem Display zu vermeiden, gibt es außerdem spezielle Display-Folien, die auf die Vorderseite aufgeklebt werden.

Vorsicht bei Kälte und Hitze

Wer im Winter draußen in der Natur ist, sollte besonders vorsichtig mit seinem Smartphone umgehen. Die meisten Displays funktionieren mit einer Technik, die besondere Flüssigkeitskristalle einsetzt. Diese können bei Temperaturen unter Null Grad gerne einfrieren. Außerdem wird die Reaktionszeit des Displays langsamer, bis es schließlich gar nicht mehr reagiert. Doch auch an heißen Sommertagen sollten Sie Ihr Gerät besonders schützen. Vor allem der Akku leidet unter der Hitze genauso wie unter Kälte. Die Batterielaufzeit verkürzt sich so immer mehr, was unpraktisch ist, da man draußen in den Harburger Urwäldern natürlich selten Steckdosen vorfindet. Auch starke Schwankungen der Temperaturen gilt es zu vermeiden. Durch einen zu schnellen Wechsel von einem kalten in einen warmen Raum kann sich Kondenswasser im Gehäuse bilden oder das Displayglas springen. Für welche Temperaturen ein Smartphone geeignet ist, können Sie in den meisten Fällen der Gebrauchsanleitung entnehmen. Grundsätzlich gilt allerdings, dass Temperaturen unter 10 und über 35 Grad problematisch sein können.

Wie kann man sein Smartphone also vor der Witterung schützen? Zum einen sollten Sie darauf achten, das Telefon im Sommer niemals direkt in die Sonne zu legen. Bei Kälte ist es außerdem ratsam, es nicht im Wanderrucksack zu verstauen. Tragen Sie es stattdessen eng am Körper, damit die Körperwärme dafür sorgt, dass es nicht auskühlt. Bei zu kalten oder heißen Temperaturen laden Sie das Telefon außerdem am besten nicht auf. Schlimmstenfalls wird dabei der Akku beschädigt. Am besten ist es, das Telefon unterwegs grundsätzlich auszuschalten. Falls Sie es doch einmal benötigen, um nach dem Weg zu schauen, schalten Sie es dann für den Augenblick wieder an.

Das Handy als Navigationsgerät benutzen

Sie wissen nun also, wie Sie Ihr Smartphone vor der Witterung schützen können. Wie können Sie also dessen Vorzüge auf der Wanderung genießen? Tatsächlich eignen sich Handys mit GPS-Funktion sehr gut, um sich draußen wie von einem Navigationsgerät leiten zu lassen. Dafür sollten Sie allerdings möglichst bereits zuhause die nötigen Karten herunterladen. Das hat den Vorteil, dass Sie unterwegs nicht mehr darauf angewiesen sind, einen Internetempfang zu haben. Vor allem in abgelegeneren Regionen kann es schnell passieren, dass der Empfang einmal ausfällt. In diesem Fall möchten Sie sicherlich nicht völlig aufgeschmissen sein. Apps, die Karten zur Verfügung stellen, sind meist sehr günstig oder sogar kostenlos erhältlich. Beachten Sie allerdings unterwegs, dass die Benutzung des GPS sehr viel Energie verbraucht. Wenn Sie diese Funktion die ganze Zeit über aktiviert haben, kann es passieren, dass Ihr Akku bereits nach vier oder fünf Stunden leer ist. Eine gute Alternative kann es sein, sich unterwegs eine bestimmte Etappe anzuschauen. Während Sie der ausgewählten Route folgen, schalten Sie Ihr Smartphone aus. Dann nutzen Sie es erst wieder, wenn Sie am Ziel angekommen sind oder den Weg nicht mehr finden können. So sind Sie jederzeit auf der sicheren Seite, belasten Ihren Akku jedoch nicht mehr als nötig. dl