Sport - Auch beim Aufstiegsaspiranten Hamburger Sportverein ist kein überraschender Transfer

zum Ende der Winterwechselperiode eingeplant. Der HSV, der vor knapp zwei Jahren als letztes Bundesligagründungsmitglied erstmals abstieg, will mit aller Macht zum Ende der Saison zurück in die 1. Bundesliga. Dies muss laut Aussagen von Michael Mutzel Daniel Thioune, dem Trainer des Hamburger SV, ohne Neuzugang in der Wintertransferperiode gelingen.

Der HSV steht seit einer kurzen Schwächeperiode zur Mitte der Hinrunde konstant auf Tabellenrang 1 und hat den Aufstieg fest im Blick. Zwar konnte das Team aus dem Norden seit nunmehr drei Spieltagen nicht mehr gewinnen, allerdings war die 2:3-Niederlage gegen den Tabellenletzten Würzburger Kickers auch die erste Niederlage seit dem 10. Spieltag. So kam die Aussage des Sportdirektors Ende Januar kurz vor Ende der Transferperiode alles andere als überraschend.


Mutzel sagte, dass man die Antennen immer aufgestellt habe, er aber nicht glaube, dass sich im Winter in Sachen Transfers für den HSV ergeben wird. Als Spitzenreiter der zweiten Liga sah der HSV wohl keine Handlungsbedarf und sich für das enge Aufstiegsrennen gut aufgestellt. Das Team ist mit erfahrenen Spielern gespickt und auf dem Papier absoluter Favorit auf den Aufstieg. Ein Selbstläufer wird das letzte Saisondrittel aber sicher nicht, da aktuell Greuther Fürth, der VfL Bochum und Holstein Kiel punktgleich mit dem HSV auf den Plätzen eins bis vier der Tabelle stehen.

Dass die Hamburger trotz ihres im Vergleich zur Konkurrenz deutlich höheren Etats keine Spieler im Winter verpflichteten, ist wohl auch mit Corona zu begründen. Seit nunmehr einem Jahr finden die meisten Spieler ohne Zuschauer statt und es kommt zu deutlichen Verlusten bei den Profifußballteams. So haben im Winter nur wenige der europaweit gefragten Spieler den Verein gewechselt.  In der ersten Liga wird der Verlust pro Spiel ohne Fans im Stadion mit etwa einer Millionen Euro beziffert. Diese Summe ist sicher in der 2. Bundesliga deutlich geringer, doch zeigt sie deutlich, wie viel Geld einem Profifußballverein, der viel Geld durch Ticketverkauf und Bewirtung im Stadion verdient, einbüßt. Dem HSV als Zuschauermagnet treffen die Geisterspiele wohl besonders hart.
Auch ohne Winterneuzugänge sind alle im Umfeld des HSV optimistisch. Dieses Jahr soll der Aufstieg zurück in das deutsche Fußballoberhaus gelingen. Die Voraussetzungen sind sehr gut und der Kader breit besetzt. Kommt es zu keinen Verletzungen bei den Leistungsträgern geht der Weg in die 1. Bundesliga diese Saison nur über den HSV. dl