New York5

Ratgeber - Die Verwerfungen des Corona-Jahrs sind noch lange nicht überwunden und niemand kann so recht sagen,

wie sich die Angelegenheit im kommenden Jahr einpendeln wird. Viele Menschen in pflegerischen Berufen gehen bis an ihre Leistungsgrenzen, andere in der Gastronomie und in vom Lockdown besonders betroffenen Branchen verbrachten gezwungenermaßen den Großteil des Novembers arbeitslos auf der heimischen Couch. Im Dezember wird es laut der Beschlüsse der Regierung nicht viel anders werden. Die Zeit der Besinnung steht vor der Tür und viele der Letztgenannten denken an eine Umorientierung im beruflichen Umfeld.

Arbeiten von zu Hause aus kommt immer mehr in Mode und warum sollte die Zeit ohne Beschäftigung nicht sinnvoll genutzt werden. Eine Möglichkeit wäre, sich näher mit dem Börsengeschehen vertraut zu machen. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung wurde der Zugang zum virtuellen Börsenparkett immens vereinfacht und wer mit Traden Geld verdienen will, sollte die Gelegenheit beim Schopfe packen.

 Die Chancen stehen zurzeit nicht schlecht, wurde doch das große Handelshemmnis aus dem Weißen Haus gekegelt und seit der Entdeckung des Impfstoffs gegen das Virus zeigen die meisten Assets wieder gen Norden. Trotz der günstigen Ausgangslage mit Spitzenwerten in DAX, Dow Jones und auch beim Bitcoin sollte der Neuling sich vorbereiten.

Was ist Traden?

Traden für Anfänger ist ein zu bewältigendes Thema. Literatur gibt es ausreichend und im Internet sind Tutorials und Anleitungen in großer Anzahl zu finden. Ein Beispiel ist der Blog von Andre Witzel, der Online Traden von allen Seiten beleuchtet und dem Unerfahrenen viele Tipps und Tricks mit auf den Weg gibt, um auf dem digitalen Parkett nicht schon zu Beginn auszugleiten.

Die wörtliche Bedeutung des Begriffs kann mit „Handeln“ übersetzt werden. Das trifft es aber nicht genau. An der Börse gibt es mehrere Ausprägungen des Handels. Aktien, Währungen, Rohstoffe, Metalle und ein großes Feld an Derivaten sind dabei die Handelsobjekte. Diese Produkte werden gekauft und verkauft und der an der Börse Tätige versucht, daraus den größtmöglichen Gewinn zu ziehen.

Richtig Traden lernen: Traden und Investieren

Händler an der Börse werden in zwei Hauptgruppen eingeteilt. Da sind zum einen die Investoren. Diese kaufen nach reichlicher Abwägung Wertpapiere und warten auf eine Kurssteigerung, um daran zu verdienen.

Ihr Erwartungshorizont ist langfristig ausgelegt und sie sind in der Regel sehr gut informiert über die Hintergründe des Wertpapieres, dessen Anteilsschein sie erwerben möchten.

Ihr Instrument zur Entscheidungsfindung ist die Fundamentalanalyse. Wichtige Rahmendaten wie z.B. Dividendenausschüttung, Betriebskapital und die historische Entwicklung werden dabei gewertet und fließen in die Kaufentscheidung ein.

Demgegenüber steht das eher kurzfristig angelegte Trading. Der Trader geht davon aus, dass alle Fundamentaldaten bezüglich eines Wertes schon eigepreist sind. Deshalb kann er sich ausschließlich auf die Kursbewegungen konzentrieren.

Das Instrument des Traders ist die Chartanalyse. Die historischen Auf- und Abstiege eines Wertes stehen dabei im Vordergrund und der Trader klopft den Chart auf Trends ab. Glaubt er, ein Papier steht vor einem Aufwärtstrend, kauft er.

Ist er der Meinung, eine Aktie steht vor einem Abwärtstrend, verkauft er, um später dann wieder einzusteigen. Die Kunst dabei ist, genau den Moment der Trendwende zu erfassen, um so lange wie möglich darauf zu reiten.

Online Traden: Depotkonto und Broker

An der Börse wird nicht direkt gehandelt. Dazu bedarf es eines Online-Brokers, dem von der Finanzaufsichtsbehörde die Lizenz zum Handeln erteilt wurde. Bei der Auswahl des Brokers sollte etwas Sorgfalt walten.

Laufen doch alle Geldbewegungen über das dort zu eröffnende Depotkonto und die verschiedenen Anbieter beackern ganz unterschiedliche Felder. Der Markt bietet vom günstigen Discount-Broker bis zum luxuriösen Komplettdienst alles an.

Für den Anfänger ist es daher wichtig, dass der Broker zumindest eine Basisberatung anbietet sowie ein Demokonto ermöglicht, mit dem erst mal ohne Echtgeld geübt werden kann, bis das Prozedere der Börse in Fleisch und Blut übergegangen ist. Abschließend sei dem Neuling noch ans Herz gelegt, einen umfassenden Gebührenvergleich vorzunehmen, da diese von Broker zu Broker ein großes Gefälle aufweisen können.