Ratgeber -  Werbung wird meist als aufdringlich und störend empfunden.

Es gibt dabei nur eine Ausnahme, die von den Kunden geschätzt wird: das Werbegeschenk.

Kleine Geschenke erhalten die Kunden

Kundenbindung ist heute wichtiger denn je. Eines der wichtigsten Instrumente dafür sind Werbegeschenke. Fünf gute Gründe dafür lassen sich anhand der Psychologie belegen und gehen häufig auf Urinstinkte des Menschen zurück, die sich in der Evolution günstig ausgewirkt haben.

Jeder liebt Geschenke
1. Positive Assoziationen

Geschenke empfindet man als angenehmen. Solche positiven Gefühle werden bei einem Werbegeschenk mit der Werbebotschaft verknüpft. Schon die kleinen Aufmerksamkeiten, wie einige Stücke Traubenzucker in der Apotheke, werden als positiv wahrgenommen und entscheiden über einen weiteren Besuch oder Kauf. Dabei werden die Emotionen des Käufers angesprochen und diese sind häufig mit Kaufentscheidungen verbunden. Besondere Weihnachtsgeschenke erhöhen diesen Effekt natürlich.

Geschenke formen Beziehungen
2. Aufbau von Bindungen

Der Aufbau von Bindungen erfolgt in menschlichen Gesellschaften über das Teilen und Schenken. Gerade Familienmitgliedern oder Freunden schenken wir gern etwas zu Weihnachten oder zum Geburtstag.

Wer uns also zu diesen Feierlichkeiten etwas schenkt, reiht sich in den Kreis unserer Liebsten ein. Ein solch emotionaler Bezug einer zu einer Firma ist das, was sich die meisten Werbetreibenden wünschen.

3. Signalwirkung auch für andere potentielle Kunden

Was andere besitzen, möchten wir auch haben. Je origineller eine Präsent ist desto häufiger wird der schon beschenkte Kunde darauf angesprochen, woher er diese Sache hat. Wenn er antwortet und das wird er höflicher Weise tun, wird er so automatisch zum Multiplikator der Werbebotschaft.

Das Werbegeschenk und die Psychologie
4. Reziprozität oder wie du mir so ich dir

Wenn Menschen von anderen etwas erhalten, haben sie das Grundbedürfnis etwas zurückzugeben. Deshalb tendieren sie nach einer Kostprobe dazu, die probierte Ware auch zu kaufen. Die Hauptmotivation ist dabei nicht vordringlich, dass sie der Geschmack überzeugt hätte, sondern aus einem latenten Gefühl der Dankbarkeit heraus, der wie ein Reflex erfolgt ohne, dass die Sinnhaftigkeit der Kaufhandlung noch einmal rational überprüft wird.

5. Priming durch fortwährende Erinnerungen

Das Werbegeschenk ist eine bleibende Erinnerung an die Firma. Sie wird immer wieder ins Gedächtnis zurückgerufen, wenn das Geschenk wieder Verwendung findet. Das führt im Ergebnis dazu, dass man sich an sie erinnert, selbst wenn der Prozess oft unbewusst abläuft. In der Psychologie kennt man den sogenannten Priming-Effekt, der besagt, dass ein Kauf häufiger ausgeführt wird, wenn das Produkt bzw. die Firma schon in den Gedanken des Käufers waren.

Zu diesem Zweck werden z. B. Telefonumfragen durchgeführt, denn häufig genügt schon die Nennung eines Produkts oder Namens, um die Kaufprozess auszulösen. Der Vorteil von Werbegeschenken ist allerdings, dass sie Selbstläufer sind, der Kunde erinnert sich bei jeder Verwendung selbst und außerdem hat schon eine als angenehm empfundene Assoziation stattgefunden.

Fazit
Zusammenfassend kann man also sagen, dass diese fünf Gründe für Werbegeschenke sprechen:

1.    Positive Assoziationen des Unternehmens mit dem Geschenk
2.    Aufbau von emotionale Bindung
3.    Signalwirkung auf andere potentielle Kundenbindung
4.    Reziprozität
5.    Priming

Bei der Auswahl des Werbegeschenks kommt es darauf an richtig einzuschätzen, wie eng die Beziehung zum Kunden schon ist. Gilt es nur die erste Aufmerksamkeit zu erregen, die Bindung zu festigen oder Geschäftsbeziehungen zu erhalten? Es spricht kein Grund gegen ein Werbegeschenk, denn eine Kundenbeziehung gleicht einer Liebesbeziehung. dl