Ratgeber - Mehr als 20 Millionen Bundesbürger leiden regelmäßig unter Schlafproblemen. Wenn das Einschlafen länger als 30 Minuten dauert,

wird von Einschlafschwierigkeiten gesprochen. Neben Stress und ungünstigen Schlafbedingungen gibt es eine Vielzahl organischer und psychischer Ursachen, die Einschlafprobleme auslösen oder verstärken können.

Die Ursachen für Schlafprobleme


Da das Schlafbedürfnis bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt ist, gibt es keine einheitlichen Empfehlungen über die optimale Schlafdauer. Bei gesunden Erwachsenen beträgt die normale Schlafdauer circa 6 bis 8 Stunden. Ältere Menschen benötigen häufig weniger Schlaf. Da Senioren auch tagsüber regelmäßig ein Nickerchen machen, wird der Nachtschlaf kürzer. Wer unter Einschlafproblemen leidet, kann durch die Beachtung bestimmter Regeln schneller einschlafen. Häufig sind ungünstige Schlafbedingungen wie von außen eindringende Geräusche oder eine durchgelegene Matratze der Grund dafür, dass das Einschlafen schwerfällt. Auch die Beleuchtung im Schlafzimmer hat einen Einfluss darauf, ob man zur Ruhe kommt. Das Licht sollte deshalb möglichst dezent sein. Wer morgens regelmäßig mit Rückenschmerzen oder nassgeschwitzt aufwacht, sollte die Matratze einer genauen Kontrolle unterziehen. Oft sind zu weiche oder zu harte Matratzen für Einschlafprobleme verantwortlich. Da beim Schlafen Feuchtigkeit in der Matratze versickert, erhöht sich deren Gewicht nach jahrelangem Gebrauch um einige Kilogramm. Bei Matratzen spielen Faktoren wie das Raumgewicht, der Härtegrad sowie die Punktelastizität eine wesentliche Rolle. Um gesunden Schlaf zu unterstützen, sollte die Abmessung der Matratze mindestens 20 Zentimeter mehr betragen als die Körpergröße des Schläfers, sodass ausreichend Platz zum ausgestreckten Liegen gewährleistet ist. Außerdem müssen Bettsystem, Lattenrost, Kopfkissen und Matratze zueinander passen. Bei älteren Menschen sind ein hohes Bettgestell und eine vergleichsweise starke Matratze optimal.

Verbesserter Schlafkomfort bei Einschlafproblemen


Für Allergiker, die auf Hausstaubmilben mit Niesattacken und tränenden Augen reagieren, sind Latex- und Kaltschaummatratzen eine bessere Alternative, da diese Materialien so beschaffen sind, dass Milben kein ausreichender Nährboden geboten wird. Es empfiehlt sich, bei Matratzen auf einen abnehmbaren, pflegeleichten Bezug zu achten und diesen regelmäßig in der Waschmaschine zu reinigen. Da eine Matratze auch einen Einfluss auf die Gesundheit hat, sollten einige Fakten beachtet werden. Bei nicht passenden Unterlagen besteht das Risiko, dass Knochen nicht ausreichend gestützt werden und die Muskulatur sich nicht entspannen kann. Dadurch kommt es häufig zu Rückenschmerzen. Nachteile haben sowohl weiche als auch harte Matratzen. Während bei einem zu harten Bett ständige Haltungswechsel notwendig sind, um bequem zu liegen, wird gleichzeitig die Wirbelsäule nicht optimal abgestützt. Ein zu weiches Bett schränkt hingegen die Bewegungsfreiheit ein und trägt dazu bei, dass die Wirbelsäule durchhängt. Deshalb sollte zunächst der richtige Härtegrad gefunden und entschieden werden, ob man alleine auf der Matratze schläft oder ob diese mit dem Partner, der möglicherweise andere Schlafgewohnheiten hat, geteilt werden soll. Falls der Partner eine andere Körperstatur besitzt und erhebliche Unterschiede in Körpergewicht und Schlafposition bestehen sollten zwei separate Matratzen verwendet werden. Die Lebensdauer von Matratzen kann durch regelmäßiges Drehen und Wenden erhöht werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Matratzenbezüge durch die Verwendung von Matratzenschonern oder Moltonauflagen vor Abnutzung. Mit einem Matratzenschutz wird gleichzeitig dem Milbenbefall sowie der Bildung von Stockflecken vorgebeugt. Grundsätzlich sollten Matratzen allerdings in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden. Ein Matratzenwechsel ist nach Ansicht von Experten spätestens nach 10 Jahren notwendig.