Ratgeber - Noch ist sie im vollen Gange, die Winterpause in Liga 2. Allerdings wird das nicht mehr lange der Fall sein, denn schon in wenigen Tagen geht es direkt weiter. Und dann wird man sehen, wer am Ende wirklich den längeren Atem im Kampf um Aufstieg und Abstieg hat. Denn es wird für beide HSV spannend bleiben: kann Hamburg am Ende den Platz an der Sonne behalten und wieder in die Beletage des bezahlten Fussballs aufsteigen oder wird es auf ein drittes fades Jahr in der 2. Bundesliga hinauslaufen. Ein Verbleib in eben dieser Liga würde der HSV aus Hannover sicherlich ganz gern direkt so unterschreiben, denn sportlich läuft es an der Leine absolut nicht rund. Wohin führen also die Reisen der beiden einstigen Schwergewichte?



Hamburg – immer wieder für eine (seltsame) Überraschung gut



Aktuell sieht es an der Elbe doch durchaus okay aus, sollte man meinen. Immerhin steht man auf einem direkten Aufstiegsplatz in die Bundesliga, auch wenn die vergangenen Partien nicht für viel Furore auf den Rängen und in der Kabine gesorgt haben können. Solange aber die Platzierung stimmt, scheint das noch niemanden groß zu kümmern. Immerhin, auch in der Vorsaison spielte man die meiste Zeit oben mit, nur um dann zum Ende der Saison immer mehr den Anschluss zu verpassen. Ob das dieses Jahr unter einem Trainer Hecking auch der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Allerdings sagen die Sportwetten beim William Hill Buchmacher aus, dass Hamburg nur zum erweiterten Kreis der Favoriten gehört. Immerhin gilt es, das erstaunliche starke Bielefeld nicht aus den Augen zu verlieren, gleichzeitig aber auch Stuttgart und das Verfolgerfeld rund um Aue und Heidenheim auf Distanz zu halten. Ob das mit dem jetzigen Kader, der immer mal wieder mit Verletzungssorgen zu kämpfen hat, passieren kann ist eine weitere Komponente im ewigen Spiel an der Elbe – es wird spannend bleiben, ob Hamburg die Konstanz bewahren kann.

Gegen den Trend – Hannover in Schwierigkeiten



Ganz anders sieht es derzeit an der Leine aus – hier kommt der einst als zarter Favorit gestartete Hannover 96 immer noch nicht weg von den Abstiegsplätzen. Gründe allerdings gibt es zuhauf. Angefangen mit einer falschen Einstellung, geprägt von katastrophalen Entscheidungen der Führungsriege rund um Martin Kind und dann auch noch einfach Pech auf dem Rasen. Dass Hannover kommendes Jahr nicht erstklassig spielen wird ist keine Frage mehr. Nur sollten sie schleunigst aufpassen, nicht direkt durchgereicht zu werden. Immerhin rüsten die Gegner im Abstiegskampf aktuell sehr auf, denn niemand will sich das Abenteuer von der dritten Liga antun müssen. Zwar hat Hannover ausreichend Finanzreserven, um auch jetzt noch den ein oder anderen Brecher zu holen, allerdings scheint man sich wie immer nicht sicher zu sein, was man tun sollte. Allerdings besteht das Problem dort schon seit Jahren, ohne dass sich was tut. 


So oder so, es wird sehr interessant sein zu sehen, wie sich diese Liga in den kommenden drei bis vier Monaten entwickeln wird – immerhin tummeln sich da unten so einige hochwertige Traditionsvereine rum, die gefühlt immer noch in Liga 1 gehören wollen, es aber nicht tun.