Ratgeber - Ein Windstoß, ein Augenblick der Unachtsamkeit und schon ist es passiert. Die Tür ist zu, man selbst steht ohne Schlüssel vor derselben. Nun ist oft nicht nur guter Rat, sondern auch guter Dienst teuer.

Schlüsseldienste stehen immer wieder in der Kritik und für Personen in der Not ist es oft schwer, herauszufinden, welcher Schlüsseldienst ordentlich arbeitet und welcher betrügt. Doch wie lassen sich unseriöse Dienste erkennen und wie gehen sie vor? Betrug durch den Schlüsseldienst – die häufigsten Probleme Es gibt eine Reihe von Problemen, mit denen sich Verbraucherschutz, Rechtsanwälte, die TV-Sendeanstalten und auch die Polizei bezüglich Schlüsseldiensten beschäftigen.

Wenn der Wucher zuschlägt: völlig überhöhte Preise

„Wucher ist das sicherste Mittel zum Gewinn, obwohl eines der schlechtesten, da er nichts anderes bedeutet, als sein Brot zu essen "in sudore vultus alieni", was bedeutet "im Schweiße des Angesichts eines anderen." – Francis Bacon Die bloße Tür im Schloss kostet satte 500,00 Euro? Dieser Preis ist überhöht, doch verlangen ihn viele Schlüsseldienste von ihren Opfern. Da gibt es zwei Varianten: - Anfahrtskosten – sie sind weit überhöht und gehen über das heraus, was der Kunde von der Homepage oder dem Branchenbucheintrag erwarten konnte.

Beispiel: Schlüsseldienst laut Eintrag im selben Stadtviertel, Anfahrtskostenpauschale liegt bei 200,00 Euro. - Arbeit – die Arbeit wird wesentlich höher abgerechnet, als überhaupt verständlich ist. Kann ein Schlüsseldienst die Tür innerhalb von zehn Minuten öffnen, so sind 200,00 Euro reine Arbeitskosten Wucher. Wenn zusätzliche Schäden anfallen: plötzlich Schloss kaputt Dies ist ebenfalls eine beliebte Masche. Die Türöffnung beinhaltet plötzlich Beschädigungen an der Tür oder dem Schloss. Die Dienste bieten nun freundlicherweise an, die Schäden gleich zusätzlich zu reparieren, wofür natürlich Zusatzkosten anfallen.
(via www.betrugstest.com)

Nötigung als echtes Problem

Manche Schlüsseldienste nutzen gezielt die Not des Kunden auf. Besonders alleinstehende oder ältere Personen werden unter Druck gesetzt, die Rechnung sogleich zu bezahlen, den Auftrag so zu akzeptieren oder aber, die vorgeschlagenen Zusatzarbeiten zu genehmigen. Hier gilt: Nötigung ist immer ein Straftatbestand, wer sich diesbezüglich unter Druck gesetzt fühlt, der sollte immer direkt die Polizei verständigen.

Nicht mit mir: So lassen sich unseriöse Schlüsseldienste erkennen

Grundsätzlich gibt es einige Optionen, die auf einen unseriösen Dienst hinweisen. Achtung ist beispielsweise schon bei 0190- oder anderen Sondervorwahlen geboten. Gibt ein Schlüsseldienst rein eine Mobilfunknummer an, ist das ebenfalls ein verräterisches Zeichen. Die Nummern lassen sich nämlich nicht einem festen Ort zuordnen.

Überall dabei: Telefonnummern in vielen Städten sind verdächtig

Dieser Verdachtsfall hängt mit den Sondervorwahlen zusammen. Es hilft immer, die Telefonnummer des gewählten Schlüsseldienstes selbst bei Google einzugeben. Tauchen nun Ergebnisse in München, Berlin, Köln und Hamburg auf, ist klar, dass sich dahinter eine Vermittlungszentrale versteckt. Doch auch bei Festnetznummern aus der eigenen Stadt sollte genauer hingeschaut und hinterfragt werden. Beim Anruf ist es wichtig, nachzufragen, welcher Monteur von wo aus kommt und wie lange er benötigt. Beispiel: »Kommt der Monteur wirklich aus Eppendorf und ist in x Minuten hier?« Die genannte Zeit sollte nicht nur notiert, sondern mit der Anrufzeit verglichen werden.

Bild: In diesem Video wird ausführlich über Betrug durch Schlüsseldienste berichtet.

Überraschung: „Das kostet xxx Euro“

Für Laien ist es recht schwer, überhaupt den Preis dieser Arbeit zu beziffern. Im besten Fall dauert die Türöffnung keine fünf Minuten. Wichtig ist es, einen Anhaltspunk t zu haben. Die Beispielpreise gelten für klassische Türöffnung mit einer Arbeitszeit von höchstens 15 Minuten. dl