Ratgeber - Kaum jemand wird in der Lage sein, alle existierenden Videoformate aufzuzählen. Das ist allerdings auch gut so. Immerhin spielen viele Formate

im Alltag kaum eine Rolle und auch im Berufsleben. wird sich in der Regel auf ein Videoformat spezialisiert, wobei meist auf ein eher bekanntes Format zurückgegriffen wird. Insbesondere am MOV- und am MP4-Dateiformat kommt inzwischen aber kaum einer mehr vorbei. Warum das so ist und welche Vor- und Nachteile beide Formate haben, wird in diesem Beitrag erläutert.

Verschiedene Videoformate für verschiedene Geräte

Das Abspielen von Filmen und Videos auf dem PC, Tablet, Smartphone oder Smart-TV ist heute Alltag. Während der eine jeden Abend einen Film bei Netflix oder AmazonPrime guckt, betrachtet der anderen Erinnerungen aus alten Zeiten, die er in Videoformat festgehalten hat. So ist die Nutzung von Videoformaten sowohl online, als auch offline möglich. Dabei handelt es sich aber nicht immer um das selbe Videoformat. Gleichzeitig ist das Format aber auch abhängig vom Gerät und nicht zuletzt - im Fall eines Smartphones oder eines PCs - auch vom verwendeten Betriebssystem. Mithilfe von sogenannten Konvertern können Videoformate problemlos umgewandelt werden und so können Videos auf verschiedensten Geräten und Betriebssystemen abgespielt werden. Im Folgenden die heute gängigsten Formate:

  • AVI (Audio Video Interleaved; .avi): fast jedes videofähiges Gerät
  • MPEG I, MPEG II (Moving Pictures Experts Group; .mpg): DVD Player
  • MPEG IV (Moving Pictures Experts Group; .mp4): Apple, Windows, Filmformat in iTunes
  • WMV (Windows Media Video; .wmv): Windows
  • FLV (Flash Video; .flv / .swf): Mediaplayer, Videoseiten z.B. YouTube
  • MOV (Movie; .mov): PC, Apple Computer, iPad / iPhone

Jedes dieser Formate hat seine Schwächen und Stärken. Auch zeigen sich zwischen den verschiedenen Formaten teils deutliche Qualitätsunterschiede, während auch der Platzbedarf stark variiert. In Zeiten von Netflix, YouTube und Co. haben sich allerdings zwei Videoformate durchgesetzt: MOV und MPEG IV.

Das MOV-Dateiformat: optimale Filmquailtät für den professionellen Bereich

Das MOV-Dateiformat ist, wie bereits erwähnt, eines der beliebtesten Dateiformate. Das liegt vor allem daran, dass "Movie" das Online-Streaming erleichtert. Zudem können Videos, aber auch VR-, 3D- und Animations-Inhalte im Containerformatgespeichert werden. Entwickelt wurde das Movie-Dateiformat von Apple und für den QuickTime-Movie-Player und basiert somit auf dem QuickTime-Standard. Kompatibel ist .mov sowohl mit Windows, als auch mit Mac. Doch das MOV-Dateiformat hat - ebenso wie das MPEG-IV-Format - zwei gravierende Vorteile gegenüber anderen Videoformaten: es sorgt für eine gute Filmqualität, benötigt aufgrund seiner geringen Dateigröße aber nur wenig Platz. Ein Nachteil kann bei diesem Format gegebenenfalls allerdings sein, dass es hohe Anforderungen an die Leistung des verwendeten Rechners stellt. So wird das MOV-Dateiformat vorwiegend im semiprofessionellen und natürlich im professionellen Bereich verwendet, was allerdings auch auf seine Variabilität zurückgeht.

Das MP4-Dateiformat: kein Qualitätsverlust trotz Komprimierung

Ebenso beliebt und häufig verwendet wie das MOV-Dateiformat, ist das MP4-Dateiformat. Hier lassen sich nicht nur verschiedenen Audio- und Videodateien speichern, sondern auch Untertitel und Grafiken einfügen sowie erweiterte Inhalte, wie etwa Menüs, 3D-Grafiken oder Benutzerinteraktivität, nutzen. Die Basis des MP4-Dateiformats stellt MOV im QuickTime-Filmformat dar, da MPEG IV erst später von Industry Standard entwickelt wurde. Kompatibel ist dieses Videoformat fast mit allen üblichen Betriebssystemen, was darauf zurückzuführen ist, dass MP4-Dateien hauptsächlich als Video im Internet geteilt werden. Auch hier ist die Auflösung besonders hoch, während die Datei selbst sehr klein ist. Das geht auf das standardisierte Komprimierungsverfahren zurück, das es erlaubt, MPEG-IV-Filme besonders stark zu komprimieren, ohne die Qualität erkennbar zu verschlechtern. So werden auch beim MP4-Dateiformat etwas höhere Anforderungen an den Rechner gestellt, da dieser die komprimierte Datei vor dem Abspielen erst entzippen, also "entpacken" muss.

Darum handelt es sich bei den oben genannten Videoformaten um die Beliebtesten

Mit den Jahren haben sich eine Vielzahl an Videoformaten entwickelt. Durchgesetzt haben sich allerdings nur wenige. Diese wenigen Videoformate wiederum sind meist für ein spezielles Anwendungsgebiet ausgelegt. Besonders in den letzten Jahren haben insbesondere das MOV- und das MP4-Dateiformat an Bedeutung gewonnen. Sie zeugen nicht nur von ausgezeichneter Videoqualität, sondern benötigen zudem nicht allzu viel Speicherplatz auf dem Gerät.