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Ratgeber - Die Startup-Szene in Hamburg lebt. Das zeigt der Deutsche Startup Monitor 2017 (PDF), der

jährlich vom Bundesverband Deutsche Startups e.V. (BVDS) herausgegeben wird und die aktuellsten Entwicklungen in der deutschen Gründerszene skizziert. Doch was macht Hamburg als Hochburg für Startups so interessant?

Ein Startup zu gründen ist mit vielen Risiken und Voraussetzungen verbunden. Man braucht nicht nur hinreichend Startkapital, sondern vor allem eine innovative Geschäftsidee, damit aus einem Startup ein skalierbares und erfolgreiches Unternehmen wird.

Auf der anderen Seite gibt es auch viele Benefits für Gründer, denn Innovationen können die Wirtschaft eines Landes oder Bundeslandes extrem pushen. So fördert Hamburg zum einen mit der Hamburgischen Investitions- und Förderbank junge Unternehmen, damit diese neue Märkte erschließen und die Wettbewerbsfähigkeit des Bundeslandes stärken.

Zum anderen können sich Startups dank Errungenschaften der Digitalisierung auf das Wesentliche konzentrieren, indem sie beispielsweise im Bereich Human Resources (HR) auf Software zurückgreifen, die es erlaubt, alles rund um das Thema Personal digital zu verwalten. So können alltägliche Unternehmensprozesse automatisiert werden, sodass mehr Zeit fürs Tagesgeschäft bleibt.

Erfolgsversprechend ist die Gründung eines Startups in Hamburg allemal, denn die Hansestadt genießt nicht umsonst den Ruf als Kaufmannstadt. Schon im 19. Jahrhundert entwickelte sich Hamburg zu einer globalen Hafen- und Handelsmetropole mit einem der bedeutendsten Überseehäfen. Noch heute hat Hamburg den drittgrößten Seehafen in ganz Europa. Unternehmen profitieren von der Infrastruktur sowie den Transport- und Handelswegen, unabhängig davon, ob sie in der Startup-Branche angesiedelt sind oder nicht.

Hinzu kommt, dass Hamburg ein Ballungszentrum innerhalb einer Metropolregion ist. Demensprechend viele Menschen leben auf engem Raum zusammen, was die Kommunikation mit Lieferanten, Kunden und weiteren Kooperationspartnern maßgeblich vereinfacht.

Aus diesen Gründen ist Hamburg neben Berlin, München, Stuttgart/Karlsruhe, der Metropolregion Rhein-Ruhr sowie Hannover/Oldenburg einer der Gründungs-Hotspots in Deutschland. Da zudem viele Gründungen ihren Ursprung in Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben, ist Hamburg mit seinen zwanzig Hochschulen ein gutes Pflaster für innovative Ideen und erfolgreiches Gründertum.

Dies spiegelt sich auch in den Statistiken des Deutschen Startup Monitors wider. Zwar ist die Zahl der Unternehmensgründungen deutschlandweit gesunken, doch nach wie vor gibt es vielversprechende Ausgründungen in den Bundesländern.

So hatten 2017 beispielsweise 6,2 Prozent der Startups ihren Hauptsitz in Hamburg, wobei das Bundesland nach Berlin mit 13 Prozent zusätzlich den zweitgrößten Zulauf verzeichnen konnte. Zudem befindet sich die Universität Hamburg unter den Top-10-Gründerhochschulen und liegt damit im Ranking vor der Technischen Universität Berlin. Die Metropolregion Hamburg ist also in Bezug auf ihre Startup-Szene nicht nur dynamisch, sondern auch wettbewerbsfähig.

Wünschenswert wäre jedoch, dass der Anteil von Gründerinnen perspektivisch steigt. Mit 89,5 Prozent männlicher Gründer im Vergleich zu nur 10,5 Prozent weiblicher Gründer verzeichnet Hamburg den niedrigsten Frauenanteil.  dl