Ratgeber - Hamburg meine Perle an der Elbe. Großstadt im Norden und Heimat vieler toller Sehenswürdigkeiten, … die

man nach ein paar Besuchen in der Stadt sicherlich schon alle mal gesehen hat. Die Elbphilharmonie, der Hafen, die Hafencity, der Michel, das Rathaus, die Reeperbahn: All das sind Seiten von Hamburg, die keiner großen Beschreibung mehr bedürfen und man braucht im übertragenen Sinne quasi nur den Rinnen im Boden zu folgen, die Millionen von Touristen in den Hamburger Boden gestampft haben, um zu diesen Orten zu gelangen. Spannend hingegen, besonders für Menschen, die das authentische Hamburg erleben wollen, sind all jene Orte, an denen die Menschen geschäftig vorübereilen und die oftmals versteckt bleiben. Dieser Artikel geht die Gefahr ein, dass dies sich zumindest ein bisschen ändert und stellt ein paar dieser Orte vor.

 

Neu in der Nachbarschaft

Hamburg lebt, und ist stetig im Wandel. So kommt es immer wieder vor, dass einzelne Geschäfte schließen und andere ihre Pforten eröffnen. Das macht einen Spaziergang gerade in Hamburg regelmäßig zu einer ganz speziellen Entdeckungstour. Ein paar der Neuzugänge in den vergangenen Monaten freuen sich sicherlich über etwas Aufmerksamkeit und den ein oder anderen zusätzlichen Besucher.

 

Freunde von gutem Service und natürlich auch von gutem Kaffee werden sich freuen, denn in Winterhude, genauer in der Semperstraße, unweit der nördlichen Ausläufer der Außenalster, befindet sich die Espresso Society. Nicht nur werden die beiden gerade genannten Aspekte hier großgeschrieben, das Team bietet neben dem richtigen Kaffee und den passenden Maschinen auch noch zahlreiche Workshops an: vom Barista-Kurs, bis hin zum Workshop über Latte-Art.

 

In einer Großstadt passt man sich oft schnell einem fremden Tempo an. Da ist es schön, wenn mal etwas aus diesem Trott ausbricht. So wie ein Kaktus. Kakteen haben ihren eigenen Rhythmus und nun auch einen eigenen Spezial-Shop in Eimsbüttel. Der kleine Laden steht noch ganz am Anfang und ist schon jetzt ganz auf die pflegeleichten Freunde von Menschen ohne grünen Daumen ausgelegt. Wer sich über Kakteen im Allgemeinen informieren will oder sogar einen kleinen oder ganz großen mit nach Hause nehmen möchte, der ist hier, bald auch online, an der richtigen Adresse.

 

Die Musik und die Straße gehören einfach zusammen

 

Ein anderer Geheimtipp, der für Hamburger allerdings zum Allgemeinwissen gehört, ist die Straßenmusik in Hamburg Altona. Besonders an geschäftigen Orten wie der Ottenser Hauptstraße, dem Spritzenplatz, dem Alma-Wartenberg-Platz oder an der Alten oder Neuen Großen Bergstraße trifft man regelmäßig die besten Künstler unter ihnen an. Seit der Wettbewerb um die besten Standorte besonders angezogen hat, kann sich hier nicht mehr jeder Hinz und Kunz mit seiner Gitarre hinstellen und ein Liedchen trällern. Alles hier hat seine Ordnung und um einen Platz zu bekommen, muss dies ordnungsgemäß angemeldet werden. Diese recht starken Reglementierungen und die Begrenzung der Darbietungen auf maximal 30 Minuten pro Standort stellen für viele eine Reduzierung der kulturellen Vielfalt von Altona dar, denn gerade internationale Künstler treffen so auf eine zusätzliche Barriere.

 

Die Kunst der Straße aber auch

Und genau aus diesem Grund darf die Streetart-Szene im Schanzen- und Karoviertel nicht fehlen. Ein Spaziergang durch die Straßen des hippen Teils Hamburgs lohnt sich sowieso und wenn man diesen mit einem Blick auf die vorhandene Straßenkunst verbindet, kann man einiges entdecken. Die Seite Urbanshit dokumentiert regelmäßig vor allem die neusten und besten Murals der Stadt. Mittlerweile gibt es aber auch verschiedene vorbereitete Routen entlang der besten Spots, entweder geführt oder auch online zum Nachlesen und Selbst-Nachverfolgen.

 

Von Hamburg nach Hawaii

 

Wenn es Abend wird in der Elbhauptstadt, dann sucht man sich den passenden Ort, um den Abend stilvoll ausklingen zu lassen. Was dies angeht, hat Hamburg als Weltstadt natürlich ein Angebot anzubieten, welches seinesgleichen sucht. Doch viele In-Kneipen sind überfüllt und so mag dann doch keine wirklich gemütliche Stimmung aufkommen. Kein wirklicher Geheimtipp, aber zumindest, trotz hervorragender, prominenter Lage, nicht überlaufen ist das Monkey Beach in Uhlenhorst. Hier ist alles auf Hawaii getrimmt und es können tolle Cocktails in einer chilligen Atmosphäre genossen werden.

 

Wenn man will, kann man dank dem direkten Wasserzugang auch gleich mit dem Kanu oder SUP-Board anlegen und sich direkt in den Liegestuhl werfen. Zwar können die Schlangen an der Bar schon einmal etwas länger werden, allerdings geht es meist trotzdem relativ schnell und die Gäste sind überwiegend echte Locals. Der Beach Club existiert seit Mai und ist ein wahrer Kontrast in seiner Umgebung, die eigentlich etwas edler angehaucht ist. Besonderes Highlight neben den Cocktails sind auch die Poké Bowls, die man sich mit allerlei kulinarischen Spezialitäten selbst zusammenstellen kann. Oder man bestellt sie sich a la carte. Aber Achtung! Hier gibt es keine Reservierungen und auch keine Kartenzahlung.

 

Fazit

 

Hamburg bietet dem gemeinen Touri ein riesiges Angebot an den unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten, Museen, Ausflugszielen und Szenetreffpunkten. Häufig sind es in den einschlägigen Reiseführern aber immer die gleichen Ziele, die angepriesen werden und nur selten schafft es eine der wirklichen Geheimtipps auf den Reiseplan für Hamburg. Trotzdem gibt es sie, die kleinen Orte und Attraktionen, die das echte Hamburg zu dem machen, was es ist und viele von diesen Orten warten nur darauf von Reisenden entdeckt zu werden. Aber: Bitte nur den besten Freunden weitersagen. dl