Ratgeber - Laut Harburger Optikern steigt der Brillenumsatz in der Herbstsaison an. Dass Brillen am Sommerende besonders gefragt sind,

liegt an den Lichtverhältnissen.

Nebel, Nässe, Nacht: Augen auf dem Prüfstand

Unter der stechenden Sommersonne klingeln die Kassen für Sonnenbrillen mit dem nötigen Style, aber ab dem Herbst kommt die Sonnenbrille nur noch sporadisch zum Einsatz. Die Lichtverhältnisse ändern sich bereits ab September. In den kommenden Monaten setzt die Abenddämmerung immer früher ein, morgens ist es nebelig und Regenfälle häufen sich. Dunkelheit, Nässe und trüber Himmel stellen sogar gesunde Augen vor Herausforderungen. Daher können auch manche normalsichtigen Menschen mit herbstlichen Lichtverhältnissen nur schwer umgehen.

Nachtsehschwäche betrifft auch Normalsichtige

Wenn Licht auf regennasser Straße spiegelt, fühlt man sich geblendet. Wer im Nebel etwas erkennen soll, überanstrengt die Augen und unter Nachtsehstörungen leidet laut Bundesverband der Augenärzte sowieso jeder Fünfte. Weil es im Sommer länger hell ist, bemerken viele Betroffene in den warmen Monaten nichts von ihren Nachtsehproblemen. Wer ab hereinbrechender Dämmerung kaum noch etwas erkennt, erlebt in den Herbst- und Wintermonaten allerdings Grenzsituationen – so insbesondere am Steuer. An dunkeltrüben Herbstabenden verschwimmt nicht nur die Sicht: Die Augen ermüden und Konzentrationsprobleme treten auf, wodurch die Fahrt zum Irrflug werden kann. Normalsichtige mit diesen Beschwerden entscheiden sich oft für Autofahrerbrillen. Schon dadurch verkaufen Optiker im Herbst mehr Brillen als in den warmen Monaten. Übrigens finden sich viele Modelle an Damen- und Herrengestellen in fröhlichen Farbvarianten , die im wahrsten Sinne des Wortes die dunkle Herbststimmung aufhellen.

Mit offenen Augen durch den Herbst

Nachtsehstörungen sind oft die Folge natürlicher Alterungsprozesse. Weil mit den Jahren die Linse erstarrt, fällt die Akkommodation bei wechselnden Lichteinflüssen schwerer, wodurch in der Nacht intensive Blendungseffekte vorkommen. Spezialveredelte Autofahrerbrillen lösen dieses Problem, indem sie störende Lichtreflexe reduzieren. Tagsüber sorgen die Gläser außerdem für Kontrastanpassungen, damit Konturen trotz trüber Sichtverhältnisse erkennbar bleiben. Sowohl normal- als auch fehlsichtige Menschen schwören in den Herbstmonaten außerdem auf entspiegelte Brillengläser, die tagsüber mehr Licht hindurchlassen. Auch Lese- und Gleitsichtbrillen werden in der Herbstzeit übrigens öfter gekauft. Je weniger Lichtstrahlen die Erde erreichen, desto spürbarer werden nämlich etwaige Leseschwächen. Der Herbst bereitet vor, was sich im Winter noch steigert. Nebel ist während den Wintermonaten zwar meist kein Thema mehr, aber Lichtstrahlen schaffen es gegen Jahresende noch weniger durch die Wolkendecke. Je kälter es wird, desto relevanter werden für Brillengläser übrigens Antibeschlagbeschichtungen. Solche Veredelungen sorgen dafür, dass trotz ständigen Wechsels zwischen warmen Innen- und kalten Außenbereichen freie Sicht besteht. dl