Innovationsummit

Ratgeber - Deutschlands Gründer sind seit Jahren fester Bestandteil der Unternehmenslandschaft. Sie streben nach Wachstum und Innovation

und fördern zugleich den Wettbewerbsgedanken. Das überzeugt auch potentielle Investoren. Neben großen Investoren gibt es allerdings auch andere Möglichkeiten, sein Unternehmen finanziell unterstützen zu lassen. Da ist zum einen die staatliche Förderung und zum anderen das immer noch beliebte Crowdfunding im Internet. Die Finanzierungsoptionen für Startups hier im Überblick:

Wagniskapital und Investoren

Unter dem Begriff Wagniskapital wird das Geld verstanden, das Banken, Konzerne und andere Investoren Startups zur Verfügung stellen, weil diese auf eine Gewinnmaximierung hoffen. Dabei besteht allerdings immer das Risiko, die gesamte Summe fehl zu investieren und letztlich zu verlieren. Gerade im vergangenen Jahr ist das Interesse ausländischer Firmen an deutschen Startups erheblich gestiegen. Insgesamt wurden mehrere Milliarden Dollar investiert.

Große private Kapitalgeber in Deutschland sind beispielsweise Rocket Internet oder die German Startups Group, die insgesamt weit mehr als 50 neue Unternehmen in Deutschland unterstützen. Daneben gibt es auch viele nationale Investoren, die ihr Geld gerne in deutsche Firmen mit Gewinnpotential stecken.

Staatliche Förderung

Förderung für neugegründete Unternehmen gibt es in Deutschland auf Bundes- und Landesebene. Durch das große Angebot mangelt es jedoch an Transparenz, da nicht immer sofort das richtige Fördermittel für das jeweilige Projekt zugeordnet werden kann. Doch eine genauere Recherche lohnt sich.

Fördermittel vom Staat haben den Vorteil, dass das Geld meistens geschenkt ist und keine Anteile der Firma abgetreten werden müssen. Alternativ gibt es Kredite und Darlehen von Banken auf bundesweiter Ebene oder einzelner Banken der Bundesländer zu günstigen Konditionen. Die jeweiligen Institutionen prüfen die eingereichten Dokumente und entscheiden dann zeitnah über die mögliche Finanzierung.

Förderprogramme wie Horizon 2020 oder KMU innovativ fördern kleine sowie mittelständische Unternehmen und Startups aus verschiedenen Branchen. Im Fokus stehen innovative Projekte mit hohem Wachstumspotential. Dafür müssen Projektskizzen und Businesspläne eingereicht werden. Für Studenten beispielsweise gibt es das EXIST-Gründerstipendium, das Studierende, Absolventen/innen sowie Wissenschaftler/innen aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen für ein Jahr beim Lebensunterhalt unterstützt.

Bootstrapping und Crowdfunding

Will man sich nicht von Fremdkapital abhängig machen, kommt der Begriff Bootstrapping ins Spiel. Wer genügend Eigenkapital aufbringen kann, ist unabhängig von Investoren und behält so den größeren Anteil seiner Firma. Die Vor- und Nachteile dabei: Durch die Verwendung eigener Ersparnisse steigt häufig die Motivation zu besseren Ergebnissen. Bei wenig Kapital wird effizienter gearbeitet – allerdings steigt so auch der Druck, Leistung zu erbringen. Ein großes Risiko sind Fehlentscheidungen, zu denen es ohne das Fachwissen externer Sachverständiger kommen kann.

Crowdfunding wird auch gerne als Schwarmfinanzierung bezeichnet, da hierbei das Kapital von vielen verschiedenen Menschen kommt. Es gibt unterschiedliche Modelle des Crowdfunding, die auf Internetportalen wie Kickstarter oder Startnext angeboten werden. Entweder bekommen Geldgeber abhängig von der gespendeten Summe ein Dankeschön, sie erhalten Anteile an der Firma oder die Investition ist eine reine Spende.

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