Ratgeber - Jährlich stellen sich Autofahrer die gleiche Frage - nämlich die, ob eine erneute Reparatur des Fahrzeugs sich lohnt, oder ein Verkauf günstiger ist.

Nachfolgend ein paar Tipps, wann der geeignete Zeitpunkt ist, um sich vom Auto zu trennen.

Fahrzeuge können heute in höherem Alter gebraucht verkauft werden

In jedem Jahr sind es rund 10 Millionen Pkw, die ihren Besitzer wechseln. Davon sind sieben Millionen Fahrzeuge Gebrauchtwagen. Dabei steht für jeden Autobesitzer die Frage an, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, das eigene Fahrzeug zu verkaufen.

Gleichzeitig stellt sich die Frage, wo es für den Gebrauchten das meiste Geld gibt. Waren es in den 1970er Jahren noch fünfeinhalb Jahre, die ein Fahrzeug beim Verkauf durch den Besitzer alt war, liegt das durchschnittliche Verkaufsalter heute bei neun Jahren.

Das belegt unter anderem die Zuverlässigkeit gebrauchter Fahrzeuge, denn 150.000 Kilometer Laufleistung sind heute keine Ausnahme. In den 1960er Jahren hatten Autos bereits nach 100.000 Kilometern Laufleistung ihre besten Zeiten endgültig hinter sich.

Der Reparaturbedarf bestimmt den Verkaufszeitpunkt mit

Bei jedem Fahrzeug ist es so, dass mit steigendem Alter auch die Reparaturkosten höher werden. Das ist oft der Zeitpunkt, an dem Autobesitzer über einen Fahrzeugwechsel nachdenken. Allerdings ist nicht jeder Reparaturbedarf auch ein guter Zeitpunkt, das Auto abzustoßen.

Dabei sagen Experten, dass auch bei Autos mit einem Alter von acht Jahren durchaus noch ein paar Hundert Euro in Reparaturkosten lohnend sind. Erst wenn Reparaturen in diesem Fahrzeugalter deutlich teurer ausfallen, sollte über den Wechsel nachgedacht werden.

Die Regel lautet, dass die Reparatur dann nicht mehr lohnend und der Verkaufszeitpunkt gut gewählt ist, wenn der Reparaturbedarf an Kosten die Hälfte des Fahrzeugrestwertes übersteigt. Wer sich jetzt noch für eine teurere Reparatur entscheidet, fährt das Auto besser bis zu seinem Ende, weil danach kein günstiger Verkaufszeitpunkt mehr gegeben ist.

Nach einem frischen TÜV ist ein perfekter Verkaufszeitpunkt

Regelmäßige Inspektionen erhöhen immer den Wiederverkaufswert eines Fahrzeugs. Darauf sollten auch Fahrer älterer Fahrzeuge nicht verzichten. Dabei kann der Autobesitzer sein Fahrzeug nicht nur in optimalem Sicherheitszustand halten, sondern gleich noch einen Überblick über anstehende teurere Reparaturen bekommen.

Ein guter Verkaufszeitpunkt für einen älteren Gebrauchtwagen ist in diesem Zusammenhang immer direkt nach dem TÜV gegeben. Auch wenn der Restwert für ein älteres Fahrzeug gering ist, kann eine TÜV-Plakette den Kaufpreis um bis zu 2.000 Euro nach oben treiben.

Schönheitsreparaturen sind für den richtigen Verkaufszeitpunkt irrelevant, denn sie sind in den Richtpreisen bereits einkalkuliert. Geht es um die passende Jahreszeit für den Autoverkauf, dann ist eine Inzahlungnahme beim Autohaus oder ein Verkauf an den Gebrauchtwagenhändler rund um das Jahr gleich effizient.

Zudem werden hier gute und faire Preise für das Fahrzeug geboten. Der Verkauf verläuft unkomplizierter und zeitsparender als an private Käufer, weil Vereinbarungen diverser Besichtigungstermine beispielsweise ausfallen.

Beim Profi werden sofort Fakten für den Ankauf genannt und der Profi zahlt im Regelfall auch direkt in bar oder verrechnet als Autohaus den Verkaufspreis gleich mit der Neuanschaffung.

Beim Fahrzeugverkauf ist der richtige Zeitpunkt entscheidend

Geht es darum, das eigene Fahrzeug auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu veräußern, gibt es einige Zeitpunkte, die ideal für einen Verkauf sind. Das ist beispielsweise der Fall, wenn der Wagen gerade erst eine frische TÜV-Plakette erhalten hat oder zumindest ein Inspektionsschein vorhanden ist.

Dabei kann es auch lohnend sein, an einen Händler zu verkaufen oder in einem Autohaus eine Inzahlungnahme im Gegenzug für den Kauf eines anderen Fahrzeugs zu erwirken.