Einbrecher

Wilhelmsburg - Von ihrem Unterschlupf in der Fährstraße sind zwei chilenische Einbrecher zu ihren Beutezügen aus gestartet. Jetzt

nahm das LKA beide Männer fest. Die 63-Jährigen werden als Profi-Einbrecher eingestuft.

Wegen ihres auffälligen Verhaltens hatten Fahnder das Duo genauer unter die Lupe genommen. Bei einer Observation wurde festgestellt, dass sich die Männer in einem Baumarkt mit Einbrecherutensilien ausstatteten. Am vergangenen Donnerstag verfolgten Fahnder die beiden Männer, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln erst nach Schleswig-Holstein und später zurück nach Hamburg fuhren. Im Gladiolenweg im Stadtteil Eidelstedt ereignete sich ein Einbruch, der dem Duo zugerechnet wird.

Als die Männer mit der S-Bahn zurück auf die Elbinsel fuhren, nahmen die Fahnder sie am Bahnhof Veddel fest. "Einer der beiden hatte einen Schraubendreher und eine Stirnlampe dabei", so Polizeisprecherin Nina Kaluza. "Beide Personen hatten Handschuhe. Auch eine größere Summe Bargeld, die die Männer bei sich hatten, wurde sichergestellt."

Im Unterschlupf des Duo fand die Polizei offensichtliche Beute aus Einbrüchen. Es handelt sich vor allem um minderwertigen Schmuck und Uhren, aber auch Sonnenbrillen oder Kinder-Gummistiefel. Gängig ist es bei solchen Tätern, dass sie wertvolle Beute schnell per Post in ihre Heimat schicken.

Dass die beiden Männer Profis sind, steht für die Polizei außer Frage. Beide waren in der Vergangenheit in Spanien und Belgien wegen Einbruchstaten festgenommen worden. Dort waren auch DNA-Proben von ihnen genommen worden. Die Hamburger Polizei hatte durch diese "genetischen Fingerabdrücke" bereits einem der Männer mehrere Einbrüche im vergangenen Jahr im Bereich Hamburg zuordnen können. "Die Taten passierten auch im vergangenen Jahr in der Vorweihnachtszeit", so Michael Neumann, Leiter beim LKA 19. Deshalb hatte gegen einen der beiden festgenommenen Männer auch ein Haftbefehl bestanden. zv